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Biomedizinische Technik

TU Chemnitz Chemnitz Bachelor (Bachelor/Bakkalaureus)

Der Bachelor Biomedizinische Technik an der TU Chemnitz ist ein sechssemestriger interdisziplinärer Studiengang mit 180 ECTS, der gemeinsam von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie der Fakultät für Informatik getragen wird. Die TU Chemnitz besitzt mit der Professur für Schaltungs- und Systementwurf, dem Zentrum für Mikrotechnologien und dem Forschungsfeld „Mensch und Technik“ ein technisch-medizinisches Profil, das den Studiengang prägt.

Das Curriculum verbindet drei Disziplinen: Elektrotechnik, Informatik und Medizin. In den ersten drei Semestern werden grundlegende Module wie „Höhere Mathematik“, „Physik“, „Elektrotechnik und Schaltungstechnik“, „Digitaltechnik“, „Programmierung“, „Algorithmen und Datenstrukturen“ sowie medizinische Basismodule „Anatomie“, „Physiologie“ und „Medizinische Terminologie“ belegt. In der Vertiefungsphase folgen spezifische Module wie „Medizingerätetechnik“, „Mikrosystemtechnik“, „Implantierbare Mikrosysteme“, „Sensortechnik“, „Elektrische Messtechnik“, „Messdatenverarbeitung“, „Bildverarbeitung medizinischer Bilder“, „IT-Sicherheit im Gesundheitswesen“ und „Klinische Informationssysteme“. Vor der Prüfung im Modul „Anwendungen der Biomedizinischen Technik“ im 4. Semester ist ein zweiwöchiges klinisches Praktikum verpflichtend, das einen ersten Einblick in den klinischen Alltag und die Bedienung medizinischer Geräte gibt. Im sechsten Semester wird die Bachelorarbeit verfasst, häufig in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden, dem Fraunhofer-Institut ENAS in Chemnitz oder regionalen Medizingeräteherstellern. Mit Mapping zur Medizinischen Informatik bietet der Studiengang in der Vertiefungsphase besonders relevante Bezüge zu Bildverarbeitung, Embedded Systems und klinischer Datenverarbeitung.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Entwicklungsingenieurinnen für Medizingeräte (Siemens Healthineers, B. Braun, Drägerwerk, Karl Storz), als Spezialistinnen für Krankenhaustechnik und Medizintechnik-Betreuung in Kliniken, im Bereich Regulatory Affairs für die Medizinprodukteverordnung (MDR), in Forschungsinstituten wie Fraunhofer IBMT oder Helmholtz-Zentren sowie in Health-Tech-Startups. Konsekutive Masterstudiengänge in Biomedizinischer Technik, Medizininformatik oder Elektrotechnik (etwa an der TU Chemnitz, der TU Ilmenau oder der RWTH Aachen) bauen direkt auf.

Zulassungsvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife; der Studiengang ist NC-frei. Solide Mathematik- und Physikkenntnisse aus der Oberstufe sind essenziell, technisches Verständnis und Bereitschaft zur Laborarbeit werden vorausgesetzt. Empfehlenswert sind erste Berührungen mit Elektronik oder Programmierung, etwa über Arduino-Projekte oder Praktika. Studierende sollten Interesse an interdisziplinärer Arbeit zwischen Ingenieurwissenschaft und Klinik sowie an regulierter Produktentwicklung mitbringen. Die TU Chemnitz pflegt zudem enge Industriekontakte zum sächsischen Mikroelektronik-Cluster Silicon Saxony und zu medizintechnischen Mittelständlern in Sachsen, Thüringen und Bayern. Studierende können das Studium um internationale Austauschsemester ergänzen, etwa über Erasmus-Partnerschaften mit Universitäten in Schweden, Finnland und Italien. Praktika und Bachelorarbeiten finden häufig in Kooperation mit Drägerwerk, Siemens Healthineers oder kleinen Medizintechnik-Startups statt. Die überschaubare Universitätsstadt bietet kurze Wege und vergleichsweise günstige Lebenshaltungskosten — ein Vorteil gegenüber Studienorten wie München oder Hamburg.

Module im Studium

  • Höhere Mathematik
  • Physik
  • Elektrotechnik und Schaltungstechnik
  • Digitaltechnik
  • Programmierung
  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Anatomie und Physiologie
  • Medizinische Terminologie
  • Medizingerätetechnik
  • Mikrosystemtechnik
  • Sensortechnik
  • Elektrische Messtechnik
  • Bildverarbeitung medizinischer Bilder
  • IT-Sicherheit im Gesundheitswesen
  • Klinisches Praktikum
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Implantierbare Mikrosysteme
  • Medizinische Bildverarbeitung
  • Klinische Informationssysteme
  • Sensortechnik

Was du lernst

  • Medizinische Sensorsysteme entwickeln
  • Bildverarbeitende Verfahren anwenden
  • Klinische Geräte ingenieurmäßig betreuen
  • Regulatorische Anforderungen einhalten
  • Embedded Systems programmieren
  • Mit Klinikern technisch kommunizieren

Typische Berufsfelder

  • Medizingeräteentwicklung
  • Krankenhaus-Medizintechnik
  • Regulatory Affairs
  • Health-Tech-Startups
  • Forschung in Mikrosystemtechnik
  • Klinik-IT

Branchen

MedizintechnikMikroelektronikPharmaForschungsinstituteKrankenhaus-IT

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Hochschulreife
  • Solide Mathematik- und Physikkenntnisse
  • Technisches Verständnis
  • Bereitschaft zur Laborarbeit
  • Klinisches Praktikum vor 4. Semester
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Biomedizinische Technik Bachelor Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Chemnitz auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Medizinische Informatik” an der TU Chemnitz suchen →

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