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Angewandte Naturwissenschaft

Der Master Angewandte Naturwissenschaft an der TU Bergakademie Freiberg ist ein viersemestriger forschungsorientierter Masterstudiengang mit 120 ECTS an der Fakultät für Chemie und Physik. Die TU Bergakademie Freiberg ist die älteste montanwissenschaftliche Universität der Welt (gegründet 1765) und besitzt mit ihren Profilbereichen Rohstoffe, Energie, Werkstoffe und Umwelt ein international herausragendes Profil — der Studiengang nutzt diese Stärken konsequent.

Das Curriculum erlaubt eine Spezialisierung in Festkörperphysik und Materialwissenschaft oder Umweltwissenschaft und Biotechnologie. Pflichtmodule decken methodische Grundlagen ab: „Anorganische Festkörper- und Materialchemie“, „Bio-, Umwelt- und Werkstoffanalytik“ sowie „Statistik und Datenanalyse für Naturwissenschaften“. Wahlmodule im Festkörperphysik-Track umfassen „Density Functional Theory for Materials Science“, „Electronic Structure Theory of Materials“ (englischsprachig), „Quantum Mechanics of Solids“, „Magnetism and Spintronics“ sowie „Surface Physics“. Der Umwelt-/Biotechnologie-Track bietet Module wie „Bioinspirierte Materialien und Technologien“, „Biotechnologische Produktionsprozesse“, „Ecosystems“, „Biogeochemie“, „Umweltmikrobiologie“ und „Bioreaktorsysteme“. Praktika finden in den Reinraumlabors, an Massenspektrometern, Röntgenkristallographie-Anlagen und im Bioreaktorzentrum statt; viele Projekte sind eng mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) und dem Fraunhofer THM verbunden. Das vierte Semester ist der sechsmonatigen Masterarbeit (30 LP) gewidmet. Hauptsprache ist Deutsch, der Festkörper-Track teilweise Englisch.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten in der Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie (Siltronic, X-Fab, Wacker), in der Batterie- und Energiespeicherentwicklung, in der Rohstoffanalytik, in chemisch-pharmazeutischer Industrie, in der industriellen Biotechnologie (Recycling, Bioleaching, biobasierte Produktion), in Umweltbehörden und -gutachterbüros sowie in der Forschung. Freiberg ist als Teil des sächsischen Mikroelektronik-Clusters „Silicon Saxony“ stark mit Dresden vernetzt. Promotion erfolgt häufig am hauseigenen Graduiertenkolleg oder am HIF — Freiberg bildet überdurchschnittlich viele Doktorandinnen in Materialchemie und Biotechnologie aus.

Zulassungsvoraussetzung ist ein Bachelor in Angewandter Naturwissenschaft, Chemie, Physik, Biotechnologie, Werkstoffwissenschaft oder einem verwandten Fach mit mindestens 180 ECTS und ausreichenden Anteilen in Chemie, Physik und Mathematik. Ein NC besteht nicht; das Auswahlverfahren prüft fachliche Vorbildung individuell. Englischkenntnisse auf B2-Niveau werden für den Festkörper-Track empfohlen. Empfehlenswert sind nachgewiesene Laborerfahrung, Sorgfalt und Interesse an interdisziplinärer Arbeit. Freiberg bietet als kleine, internationale Bergstadt eine besonders persönliche Studienatmosphäre und intensive Betreuung durch die Professorinnen. Die TU Bergakademie Freiberg ist Teil des verbundes deutscher Ressourcenuniversitäten und kooperiert eng mit dem Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF), dem Fraunhofer THM und der Bergakademie-eigenen Schmelztechnologie-Versuchsanlage. Studierende profitieren von vergleichsweise günstiger Lebenshaltung in Freiberg, kurzen Wegen auf einem historischen Campus und einem aktiven internationalen Studierendennetzwerk. Über Erasmus und Direktaustausche bestehen Partnerschaften mit Universitäten in Polen, Tschechien, Schweden und Südafrika. Die kleine Studierendenschaft fördert intensive Lerngemeinschaften und enge Kontakte zu den Professorinnen.

Module im Studium

  • Anorganische Festkörper- und Materialchemie
  • Bio-, Umwelt- und Werkstoffanalytik
  • Statistik und Datenanalyse
  • Density Functional Theory for Materials Science
  • Electronic Structure Theory of Materials
  • Magnetism and Spintronics
  • Bioinspirierte Materialien und Technologien
  • Biotechnologische Produktionsprozesse
  • Ecosystems
  • Biogeochemie
  • Umweltmikrobiologie
  • Bioreaktorsysteme
  • Forschungspraktikum
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Festkörperphysik und Materialwissenschaft
  • Umweltwissenschaft und Biotechnologie
  • Electronic Structure Theory

Was du lernst

  • Festkörper analytisch charakterisieren
  • Bioprozesse industriell skalieren
  • Quantentheoretisch fundierte Materialberechnungen durchführen
  • Umweltsysteme biogeochemisch verstehen
  • Forschungsfragen interdisziplinär bearbeiten
  • Wissenschaftlich publizieren

Typische Berufsfelder

  • Halbleiter- und Photovoltaik-Industrie
  • Batterie- und Energiespeicherentwicklung
  • Industrielle Biotechnologie
  • Umweltbehörden
  • Promotion
  • Forschungseinrichtungen

Branchen

Halbleiter und MikroelektronikEnergie und BatterienBiotechnologieRohstoff- und RecyclingindustrieUmweltberatungHelmholtz-Institute

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor in Chemie, Physik oder Biotechnologie
  • Solide Chemie- und Physikkenntnisse
  • Mathematische Grundlagen
  • Laborerfahrung
  • Englisch B2 für Festkörper-Track
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Angewandte Naturwissenschaft Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die TU Bergakademie Freiberg auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Angewandte Naturwissenschaften” an der TU Bergakademie Freiberg suchen →

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