Public Health Master of Science (M.Sc.)
Der dreisemestrige Masterstudiengang Public Health (M.Sc.) an der Technischen Hochschule Mittelhessen am Fachbereich 05 Gesundheit in Gießen ist ein konsekutiver, anwendungsorientierter Master, der Bachelorabsolventinnen und -absolventen aus Gesundheits-, Pflege-, Sozial- oder Naturwissenschaften auf wissenschaftliche, strategische und leitende Aufgaben im Gesundheitswesen vorbereitet. Zwei Semester theoretisches Studium und ein abschließendes Semester für die Masterarbeit ergeben in Summe 90 Leistungspunkte. Lehrsprache ist überwiegend Deutsch; einzelne Module werden auf Englisch angeboten und ermöglichen eine internationale Studienerfahrung.
Inhaltlich verbindet das Curriculum die klassischen Public-Health-Säulen mit anwendungsbezogenen Managementfeldern. Im epidemiologisch-methodischen Bereich vertiefst du Epidemiologie, Biostatistik, Versorgungsforschung und qualitative Forschungsmethoden. Der gesundheitsökonomische Strang umfasst Gesundheitsökonomie, Ökonomik von Versorgungssystemen, Evaluation und Health Technology Assessment mit konkretem Bezug zu IQWiG-Bewertungsverfahren und G-BA-Entscheidungsprozessen. Hinzu treten Prävention und Gesundheitsförderung, Gesundheitspolitik und Gesundheitsrecht, Globale Gesundheit sowie Module zu Digitalisierung, Telemedizin und eHealth. Der Managementbereich umfasst strategisches Management von Gesundheitseinrichtungen, Qualitäts- und Risikomanagement, Krankenhausfinanzierung im DRG-System sowie Personalentwicklung in der medizinischen Versorgung. Ein Projekt- bzw. Praxismodul ermöglicht die Bearbeitung realer Fragestellungen in Kooperation mit Krankenkassen, Kliniken, Gesundheitsämtern und Forschungsinstituten der Region.
Die THM profitiert von ihrer Verankerung im mittelhessischen Gesundheitscluster mit Universitätsklinikum Gießen-Marburg, der TKK-Zentrale Hessen, mehreren großen Krankenkassen und einem aktiven Public-Health-Netzwerk. Studierende arbeiten in kleinen Lerngruppen mit hohem Praxisbezug, Case Studies, Planspielen und externen Gastvorträgen aus dem RKI, BMG und Versorgungsforschungsinstituten. Methodisch werden statistische Software wie R und SPSS, qualitative Inhaltsanalyse mit MAXQDA, GIS-gestützte Epidemiologie sowie Methoden der Versorgungsforschung trainiert. Die Anbindung an die Hessische Akademie für Forschung und Innovation öffnet weitere Kooperationspfade.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen, in Gesundheitsämtern und Landesgesundheitsbehörden, in Stabsstellen von Kliniken und Klinikkonzernen, in der Gesundheitsberichterstattung, in NGOs der globalen Gesundheit, in Beratungsunternehmen sowie in der Pharma- und Medizintechnikbranche. Auch eine Promotion in Public Health oder Versorgungsforschung ist möglich, kooperativ mit Universitäten wie Gießen, Frankfurt oder Bielefeld umsetzbar. Voraussetzung ist ein einschlägiger Bachelorabschluss mit mindestens 180 Leistungspunkten aus Gesundheits-, Pflege-, Sozial-, Wirtschafts- oder Naturwissenschaften; statistische Grundkenntnisse, Englischkenntnisse auf B2-Niveau sowie Interesse an evidenzbasierter Versorgungsgestaltung werden erwartet. Studierende mit klinischer oder pflegerischer Berufserfahrung sind besonders willkommen, da Praxiserfahrung im Gesundheitswesen die Bearbeitung der Fallstudien und Praxisprojekte deutlich erleichtert. Die Studiengebühren sind als staatliche Hochschule sehr moderat, lediglich der Semesterbeitrag fällt an. Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist regelhaft am 15. Juli, internationale Bewerbungen sind früher einzureichen. Das Bewerbungsverfahren erfolgt zentral über das Bewerbungsportal der THM.
Module im Studium
- Epidemiologie
- Biostatistik und Datenanalyse
- Versorgungsforschung
- Gesundheitsökonomie
- Health Technology Assessment
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Gesundheitspolitik und Gesundheitsrecht
- Globale Gesundheit
- Digitalisierung und eHealth
- Strategisches Management im Gesundheitswesen
- Qualitäts- und Risikomanagement
- Praxis- bzw. Projektmodul
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Epidemiologie und Versorgungsforschung
- Gesundheitsökonomie und HTA
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Globale Gesundheit
Was du lernst
- Bevölkerungsbezogene Gesundheitsdaten analysieren
- Public-Health-Interventionen evidenzbasiert planen
- Versorgungssysteme ökonomisch bewerten
- Gesundheitspolitische Strategien einordnen
- Forschungsprojekte eigenständig durchführen
- Interdisziplinär im Gesundheitswesen kommunizieren
Typische Berufsfelder
- Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen
- Gesundheitsämter und Behörden
- Klinikmanagement und Stabsstellen
- Versorgungsforschung
- NGOs der globalen Gesundheit
- Gesundheitsberatung und Consulting
- Pharma- und Medizintechnik
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss mit Bezug zu Gesundheits- oder Sozialwissenschaften
- Mindestens 180 Leistungspunkte
- Statistische Grundkenntnisse
- Englischkenntnisse auf B2-Niveau
- Interesse an Versorgungsgestaltung
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Public Health Master of Science (M.Sc.) Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Technische Hochschule Mittelhessen auf ihrer Website.
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