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Automotive Engineering

Der Master of Science Automotive Engineering ist ein durchgehend englischsprachiger, dreisemestriger Studiengang der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen mit 90 ECTS. Er wird federführend vom Institut für Kraftfahrzeuge (ika) verantwortet, einem der größten Fahrzeugforschungsinstitute Europas, das auf dem RWTH Aachen Campus eng mit den fka-Industrieforschern, mit dem Center for Automotive Research und mit Industriepartnern wie BMW, Ford, ZF, Bosch und Mercedes-Benz vernetzt ist. Die kompakte Programmdauer richtet sich gezielt an Studierende, die nach einem maschinenbaulich, elektrotechnisch oder mechatronisch ausgerichteten Bachelor zügig in eine ingenieurwissenschaftliche Spezialisierung einsteigen wollen. Der internationale Charakter ist programmatisch: rund die Hälfte der Kohorte kommt traditionell aus dem Ausland, was ein vielfältiges fachliches Netzwerk schon im Studium begründet.

Das Curriculum gliedert sich in zwei Lehrsemester und ein abschließendes Forschungssemester für die Masterarbeit. Im ersten Semester stehen Module zu Fahrerassistenzsystemen, Batteriespeichersystemen und Leichtbauprozessen im Vordergrund; das zweite Semester vertieft alternative und elektrifizierte Antriebe, Verbrennungsmotorik und Konstruktion sowie Karosserie- und Strukturauslegung. Hinzu kommen Wahlpflichtmodule aus dem ika-Katalog – etwa Automotive Engineering I–III mit Fahrdynamik und Sicherheit, Vehicle Acoustics, Connected and Automated Driving, Thermomanagement, Mechatronik und Power Electronics – sowie aus angrenzenden Lehrstühlen wie Verbrennungskraftmaschinen (VKA), Produktionssystematik, Werkstoffwissenschaften und Elektromobilität. Praktisch arbeiten Studierende auf modernsten Prüfständen, Fahrsimulatoren, mit Hardware-in-the-Loop-Systemen und im RWTH Aldenhoven Testing Center, einer der größten Versuchsanlagen der Automobilforschung in Europa. Die Masterarbeit (30 ECTS) ist in der Regel an ein laufendes Industrieprojekt oder ein Drittmittelvorhaben gebunden und entsteht häufig in Kooperation mit OEMs und Zulieferern; auch internationale Abschlussarbeiten an Partneruniversitäten sind möglich.

Mit dem M.Sc. sind Absolventinnen und Absolventen für Entwicklungs- und Forschungsfunktionen bei OEMs, Tier-1-Zulieferern, Engineering-Dienstleistern, in der Antriebsstrang- und Software-Entwicklung sowie bei Mobilitätsdienstleistern qualifiziert. Typische Rollen sind Entwicklungsingenieur Fahrwerk, Antrieb, ADAS oder Elektrifizierung, Versuchsingenieur, Simulationsingenieur, Hardware-Software-Integrator für vernetzte Fahrzeuge sowie technisches Produkt- und Projektmanagement. Auch Tätigkeiten in der Luft- und Raumfahrt, in der Schienenfahrzeugtechnik sowie in Batterie- und Energie-Startups sind häufig. Eine Promotion am ika oder verwandten Instituten der RWTH ist ein gut etablierter Karriereweg, gerade für jene, die in Forschung und Innovation gehen wollen.

Voraussetzung ist ein qualifizierter Bachelor in Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Mechatronik oder Elektrotechnik mit klar erkennbaren Anteilen Mechanik, Thermodynamik, Konstruktion und Regelungstechnik. Englisch wird auf B2/C1-Niveau verlangt; die Lehre, Prüfungen und Masterarbeit sind komplett englisch. Empfehlenswert sind Programmierkenntnisse (MATLAB/Simulink, Python, gegebenenfalls C++ für Embedded), Erfahrung mit CAD- und FEM-Simulationssoftware sowie Begeisterung für Fahrzeug- und Antriebstechnik. Wer ein Praxissemester in einem Automotive-Umfeld absolviert hat, profitiert beim Einstieg.

Module im Studium

  • Driver Assistance Systems
  • Battery Storage Systems
  • Lightweight Design Processes and Principles
  • Alternative and Electrified Vehicle Propulsion Systems
  • Internal Combustion Engines: Design and Mechanics
  • Machine Design of Rigid Systems
  • Structural Design of Vehicles
  • Automotive Engineering I-III (Fahrdynamik und Sicherheit)
  • Connected and Automated Driving
  • Vehicle Acoustics
  • Thermomanagement im Fahrzeug
  • Power Electronics für Antriebe
  • Hardware-in-the-Loop-Praktikum
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Straßenfahrzeugtechnik
  • Schienenfahrzeugtechnik
  • Automatisiertes und vernetztes Fahren
  • Elektrifizierte Antriebe und Batterietechnik

Was du lernst

  • Fahrzeugkomponenten ingenieurmäßig auslegen
  • Antriebssysteme simulationsgestützt entwickeln
  • Fahrerassistenzsysteme konzipieren
  • Leichtbaustrukturen berechnen und prüfen
  • Hardware-in-the-Loop-Tests aufsetzen
  • Englischsprachig technisch kommunizieren
  • Industrieprojekte forschungsbasiert bearbeiten

Typische Berufsfelder

  • Fahrzeugentwicklung bei OEMs
  • Tier-1-Zulieferer und Engineering-Dienstleister
  • ADAS und Software für Mobilität
  • Antriebsentwicklung und Elektrifizierung
  • Simulation und Versuch
  • Technisches Produktmanagement
  • Forschung und Promotion
  • Beratung Automotive

Branchen

AutomobilindustrieZulieferindustrieEngineering-DienstleistungenMobilitätsdiensteForschungsinstituteBeratung

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Bachelor Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Mechatronik oder Elektrotechnik
  • Englisch B2/C1
  • MATLAB/Simulink-Kenntnisse
  • Thermodynamik und Konstruktion
  • Regelungstechnik-Grundlagen
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Luft- und Raumfahrttechnik Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die RWTH Aachen auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Fahrzeug-, Verkehrstechnik” an der RWTH Aachen suchen →

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