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Umweltingenieurwissenschaften

RWTH Aachen Aachen Bachelor (Bachelor/Bakkalaureus)

Der Bachelor Umweltingenieurwissenschaften (B.Sc.) an der RWTH Aachen ist in der Fakultät für Bauingenieurwesen verankert und nutzt die ingenieurwissenschaftliche Breite des Aachener Campus. In sechs Semestern erwirbst du 180 Leistungspunkte und durchläufst 30 bis 36 Module inklusive Bachelorarbeit. Der Studiengang ist konsequent grundlagenorientiert aufgebaut: Eine inhaltliche Spezialisierung erfolgt erst im konsekutiven Master, in dem du dich für einen von fünf Studienschwerpunkten entscheidest (Wasserwesen, Energie und Klima, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Umweltverfahrenstechnik, Geo- und Rohstofftechnik). Damit ist der Bachelor breit anschlussfähig – sowohl an Bauingenieurwesen als auch an Verfahrens-, Energie- und Rohstofftechnik. Die aktuelle Prüfungsordnung stammt aus 2019, fortgeschrieben für jeden Studienanfangsjahrgang.

Das erste Studienjahr besteht aus mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen: Höhere Mathematik I bis III, Technische Mechanik, Experimentalphysik, Allgemeine und Anorganische Chemie, Organische Chemie sowie Mikrobiologie für Ingenieure. Parallel beginnen ingenieurwissenschaftliche Basismodule wie Hydromechanik, Thermodynamik, Werkstoffkunde und Vermessungskunde. Ab dem dritten Semester rücken umwelttechnische Kernfächer in den Mittelpunkt: Wasserwirtschaft und Hydrologie, Wasserchemie und Wasseranalytik, Siedlungswasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Luftreinhaltung, Energie- und Verfahrenstechnik, Mess- und Regelungstechnik sowie Bodenkunde und Geotechnik für Umweltingenieure. Im Wahlbereich kannst du zwischen Modulen aus erneuerbaren Energien, Kreislaufwirtschaft, urbanem Wassermanagement und Geoinformatik wählen. Verpflichtende Praxiselemente sind das Vorpraktikum vor Studienbeginn (empfohlen, sechs bis acht Wochen in Industrie oder Verwaltung) sowie die Bachelorarbeit im sechsten Semester.

Die Aachener Stärken bringen den Studiengang in Berührung mit Großforschung: Das Forschungszentrum Jülich (Institute für Bio- und Geowissenschaften, Energie- und Klimaforschung), der RWTH-Aachen-Campus Melaten sowie Lehrstühle wie das Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA), der Lehrstuhl für Wassergewinnung und Wasserwirtschaft (IWW Mülheim) oder das Institut für Aufbereitung und Recycling bieten Forschungs- und Hilfskraftstellen schon im Bachelor. Die strukturelle Nähe zum Aachener Energie- und Rohstofftechnik-Cluster sowie zur Industrie im Rheinischen Revier (RWE-Rekultivierungsprojekte, Wassernetzwerke, Strukturwandelprogramme nach Kohleausstieg) öffnet schon im Bachelor Praxiskontakte und Werkstudenten-Stellen.

Vorausgesetzt werden Abitur sowie sehr solide Vorkenntnisse in Mathematik und Physik; viele Studierende stolpern in den ersten Semestern an Höherer Mathematik – die mehrwöchigen Vorkurse der RWTH (MaCo / MaTeMINT) werden ausdrücklich empfohlen. Berufsperspektiven liegen mit Master vorrangig in Ingenieurbüros für Wasser-, Abwasser- und Bodengutachten, bei kommunalen Ver- und Entsorgern, in der Industrie (Energie, Chemie, Lebensmittel), bei Umweltbehörden und Genehmigungsstellen sowie bei Beratungs- und Sachverständigenunternehmen für Umwelt- und Klimathemen. Auch der Einstieg in den öffentlichen Dienst – etwa über das Umweltbundesamt, Landesumweltämter oder kommunale Ämter für Umwelt und Klima – ist nach dem Master üblich; Stellen sind nach EG 11-13 TVöD eingruppiert.

Module im Studium

  • Höhere Mathematik I-III
  • Technische Mechanik
  • Experimentalphysik für Ingenieure
  • Allgemeine und Anorganische Chemie
  • Organische Chemie
  • Mikrobiologie für Ingenieure
  • Hydromechanik
  • Thermodynamik
  • Werkstoffkunde
  • Wasserwirtschaft und Hydrologie
  • Wasserchemie und Wasseranalytik
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft
  • Luftreinhaltung
  • Energie- und Verfahrenstechnik
  • Mess- und Regelungstechnik
  • Bodenkunde und Geotechnik
  • Vorpraktikum
  • Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Im Bachelor breite Grundlage ohne Schwerpunktwahl
  • Im Master: Bauen und Umwelt
  • Im Master: Umweltverfahrenstechnik
  • Im Master: Klimaanpassung, Urban Water Recycling, Wasserressourcenmanagement

Was du lernst

  • Stoff- und Energieströme bilanzieren
  • Wasser-, Boden- und Luftanalytik einordnen
  • Verfahrenstechnische Anlagen auslegen
  • Hydrologische Systeme modellieren
  • Genehmigungs- und Regelwerke anwenden
  • Mess- und Regelungstechnik einsetzen
  • Daten ingenieurmäßig auswerten
  • Im Team interdisziplinär arbeiten

Typische Berufsfelder

  • Ingenieurbüros für Wasser und Umwelt
  • Kommunale Ver- und Entsorger
  • Industrieller Umweltschutz
  • Erneuerbare-Energien-Branche
  • Umwelt- und Genehmigungsbehörden
  • Sachverständigen- und Beratungstätigkeit
  • Bauindustrie (Spezialtiefbau, Altlasten)
  • Forschung und Hochschule

Branchen

Wasser- und AbfallwirtschaftEnergieChemie- und ProzessindustrieBauwirtschaftÖffentlicher SektorBeratung und Engineering

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Sehr gute Mathematik-Kenntnisse
  • Solide Physik- und Chemie-Grundlagen
  • Vorpraktikum vor Studienbeginn empfohlen
  • Interesse an Technik und Umweltfragen
  • Belastbarkeit für hohe Stoffdichte
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Umweltingenieurwissenschaften Bachelor Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die RWTH Aachen auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Umwelttechnik, Umweltschutz” an der RWTH Aachen suchen →

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