Versorgungsforschung an der Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
NC-Hinweis: Zugangsvoraussetzung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss in einer einschlägigen Fachrichtung (u. a. Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Statistik/Biometrie, Therapie, Medizin); bei abweichenden Abschlüssen entscheidet der Prüfungsausschuss. Bewerbungsfrist Wintersemester 31.07.
Der Masterstudiengang Versorgungsforschung (M.Sc.) an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane untersucht, wie die Gesundheitsversorgung unter Alltagsbedingungen tatsächlich funktioniert – und wie sie sich zum Wohl der Patientinnen und Patienten verbessern lässt. Der forschungsorientierte, konsekutive Studiengang ist interdisziplinär angelegt und wird als Teilzeitstudium mit fünf Semestern angeboten; eine viersemestrige Vollzeitvariante besteht ebenfalls. Insgesamt umfasst er 120 ECTS-Punkte. Unterrichtssprache ist Deutsch, der Studienbeginn liegt im Wintersemester.
Inhaltlich vermittelt das modular aufgebaute Programm vertieftes theoretisches und methodisches Fachwissen: empirische Forschungsmethoden, Epidemiologie und Biostatistik, qualitative und quantitative Studiendesigns, Evidenzsynthese sowie gesundheitsökonomische und gesundheitspolitische Grundlagen. Neun Pflichtmodule, vier Wahlpflichtmodule und ein Projektmodul werden durch eine praktische Methodenanwendung ergänzt; den Abschluss bilden Masterarbeit und Kolloquium. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Regionen sowie auf den Herausforderungen des demografischen Wandels und der Medizin des Alters – Themen, die für das Flächenland Brandenburg von großer Bedeutung sind. Charakteristisch sind das Blended-Learning-Format und die enge Betreuung in kleinen Kohorten, die wissenschaftliches Arbeiten und individuelles Coaching bis zur Masterarbeit verbinden. Im Projektmodul bearbeiten Studierende eigenständig eine konkrete Fragestellung aus der Versorgungswissenschaft und erproben so den gesamten Forschungsprozess von der Bedarfsanalyse bis zur evidenzbasierten Lösung.
Absolventinnen und Absolventen befähigt das Studium, Bedarfsanalysen durchzuführen, Versorgungsstrukturen wissenschaftlich zu bewerten und an ihrer Weiterentwicklung mitzuwirken. Sie arbeiten in der Versorgungs- und Gesundheitsforschung, im Qualitäts- und Versorgungsmanagement von Kliniken und Krankenkassen, in Gesundheitspolitik und -verwaltung, bei medizinischen Fachgesellschaften sowie in Forschung und Lehre. Gefragt sind Versorgungsforscherinnen und -forscher überall dort, wo Versorgungsprozesse datenbasiert analysiert und gestaltet werden – von Förderprojekten über Versorgungsverträge bis zur Evaluation neuer Versorgungsmodelle. Auch eine anschließende Promotion ist möglich.
Zugangsvoraussetzung ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, etwa in Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Statistik/Biometrie, Therapiewissenschaften oder Medizin; bei abweichenden Abschlüssen entscheidet der Prüfungsausschuss. Das Teilzeitformat richtet sich ausdrücklich an Berufstätige im Gesundheitswesen. Studiengebühren fallen nicht an; pro Semester sind lediglich eine Rückmeldegebühr sowie ein Sozialbeitrag zu entrichten.
Module im Studium
- Grundlagen der Versorgungsforschung
- Epidemiologie und Biostatistik
- Quantitative Forschungsmethoden
- Qualitative Forschungsmethoden
- Evidenzsynthese und systematische Reviews
- Gesundheitsökonomie
- Gesundheitssystem und Gesundheitspolitik
- Versorgung in ländlichen Regionen
- Wahlpflichtmodule (Vertiefung)
- Projektmodul
- Praktische Methodenanwendung
- Masterarbeit und Kolloquium
Was du lernst
- Versorgungsstrukturen wissenschaftlich analysieren
- Bedarfsanalysen für Regionen durchführen
- Epidemiologische und statistische Methoden anwenden
- Studien zur Versorgungsrealität konzipieren
- Evidenz für Versorgungsentscheidungen synthetisieren
- An der Weiterentwicklung von Versorgungssystemen mitwirken
Typische Berufsfelder
- Versorgungs- und Gesundheitsforschung
- Qualitäts- und Versorgungsmanagement in Kliniken
- Tätigkeit bei Krankenkassen
- Gesundheitspolitik und -verwaltung
- Medizinische Fachgesellschaften
- Forschung und Lehre, Promotion
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss
- Fachrichtung Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Statistik/Biometrie, Therapie oder Medizin
- Interesse an empirischer Forschung und Methodik
- Bei Berufstätigen: Tätigkeit im Gesundheitswesen vorteilhaft
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Versorgungsforschung Master of Science Teilzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Versorgungsforschung” an der Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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