Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie an der Medical School Hamburg
NC-Hinweis: NC-frei; individuelles Aufnahmegespräch zur Eignungsfeststellung erforderlich
Der Masterstudiengang Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie an der MSH Medical School Hamburg qualifiziert für die angewandten Felder der Rechtspsychologie — dem Oberbegriff für forensische Psychologie und Kriminalpsychologie. Das Programm gehört zur Fakultät Humanwissenschaften (Universitätsrang) und startet jährlich zum Wintersemester.
Das Curriculum umfasst 17 Module in fünf Kompetenzfeldern: professionelle Handlungskompetenz, berufsfeldübergreifende Kompetenzen (Gutachtenerstellung, Qualitätsmanagement), erweiterte Fachkompetenzen mit einem breiten Spektrum an Begutachtungs- und Forschungsmethoden, wissenschaftlich-methodische Kompetenzen sowie ein achtwöchiges Blockpraktikum mit Fallarbeit und Supervision. Die forensische Diagnostik — von strafrechtlichen Schuldfähigkeitsgutachten über familienrechtliche Fragestellungen bis hin zu Risikoeinschätzungen im Maßregelvollzug — bildet den inhaltlichen Kern.
Das Studium ist NC-frei; nach der Bewerbung findet ein individuelles Aufnahmegespräch zur Überprüfung der persönlichen Eignung und Motivation statt. Voraussetzung ist ein Bachelorabschluss in Psychologie, der dem Curriculum der MSH entspricht. Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Wer an der MSH bereits den Master Klinische Psychologie und Psychotherapie abgeschlossen hat, kann den Rechtspsychologie-Master in zwei zusätzlichen Semestern erwerben.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten im Strafvollzug und Maßregelvollzug, in forensischen Kliniken, beim psychologischen Dienst der Polizei, in der Jugendgerichtshilfe, im Opferschutz sowie als gerichtliche Sachverständige. Das Programm legt die Basis für die Weiterqualifikation zur Fachpsychologin bzw. zum Fachpsychologen für Rechtspsychologie (BDP/DGPs).
Module im Studium
- Forensische Diagnostik und Begutachtungsmethoden
- Strafrechtliche Grundlagen und Schuldfähigkeitsgutachten
- Familienrechtliche Begutachtung
- Risikoeinschätzung und Gefährlichkeitsprognose
- Kriminologie und Täterpsychologie
- Neurowissenschaftliche Grundlagen psychischer Störungen
- Psychologische Interventionen im Maßregelvollzug
- Opferpsychologie und Viktimologie
- Qualitätsmanagement in der forensischen Praxis
- Wissenschaftliche Methoden und empirische Forschung
- Blockpraktikum mit Fallarbeit und Supervision
- Masterarbeit
Was du lernst
- Forensisch-psychologische Gutachten erstellen und vertreten
- Risikoeinschätzungen bei straffälligen Personen durchführen
- Diagnostische Verfahren im Rechtskontext anwenden
- Interdisziplinär mit Juristen, Medizinern und Sozialdiensten zusammenarbeiten
- Wissenschaftliche Befunde auf rechtspraktische Fragestellungen übertragen
- Opfer psychologisch einschätzen und begleiten
Typische Berufsfelder
- Forensische Gutachtertätigkeit
- Psychologischer Dienst im Strafvollzug
- Forensische Psychiatrie und Maßregelvollzug
- Jugendgerichtshilfe und Bewährungshilfe
- Polizeipsychologischer Dienst
- Kriminologische Forschung
- Opferschutzeinrichtungen
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss in Psychologie (äquivalent zum MSH-Curriculum)
- Zulassungsberechtigung zum Masterstudium nach Hamburgischem Hochschulgesetz
- Individuelles Aufnahmegespräch zur Eignungsfeststellung
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Medical School Hamburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie” an der Medical School Hamburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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