Phonetik und Sprachverarbeitung an der LMU München
Der Bachelor of Arts Phonetik und Sprachverarbeitung an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist einer der wenigen spezialisierten Phonetik-Bachelorstudiengänge in Deutschland und wird seit 2009 am renommierten Institut für Phonetik und Sprachverarbeitung angeboten. Das Fach untersucht die menschliche und maschinelle Verarbeitung gesprochener Sprache – als Schnittfach zwischen Linguistik, Informatik, Kognitionswissenschaft und Technik.
Das Studium dauert sechs Semester (120 ECTS Hauptfach plus 60 ECTS Nebenfach) und strukturiert sich in drei vertiefende Bereiche: Experimentelle Phonetik (Akustik, Prosodie, Intonation, Sprachproduktion, Neurophysiologie), Sprachtechnologie (Spracherkennung, Sprachsynthese, Signalverarbeitung, Dialogsysteme, Sprachdatenbanken) sowie kognitive Sprachverarbeitung (Psycholinguistik, Sprachkognition). Im letzten Studienjahr kommen Programmierung (objektorientiert + Skriptsprachen) und statistische Methoden in R hinzu, die für empirische Arbeit in der Phonetik unerlässlich sind. Das Studium schließt mit Bachelorarbeit und Disputation ab.
Absolventinnen und Absolventen finden Einstiegsmöglichkeiten in der Sprachtechnologiebranche (Sprachassistenten, automatische Spracherkennung bei Tech-Unternehmen wie Google, Apple, Amazon), in der klinischen Phonetik und Logopädie-Forschung, im akademischen Bereich oder in der angewandten Computerlinguistik. Der Studiengang qualifiziert darüber hinaus für konsekutive Masterstudiengänge in Phonetik, Computerlinguistik oder Kognitionswissenschaft.
Der Studiengang ist zulassungsfrei – weder NC noch Aufnahmeprüfung. Das Studium beginnt ausschließlich zum Wintersemester. Die Unterrichtssprache ist Deutsch; einzelne Lehrveranstaltungen werden auf Englisch angeboten. Studiengebühren fallen nicht an (Semesterbeitrag für Soziales und Semesterticket).
Module im Studium
- Grundlagen der Phonetik und Transkription I
- Kognitive Sprachverarbeitung (Psycholinguistik I & II)
- Experimental-Phonetik I (Einführung, Transkription, Akustische Segmentierung)
- Sprachtechnologie I (Signalverarbeitung, Werkzeuge)
- Experimental-Phonetik II (Akustik, Perzeption)
- Sprachtechnologie II (Spracherkennung, Synthese)
- Sprachdatenbanken und Dialogsysteme
- Kognitive Sprachverarbeitung (Psycholinguistik III, Sprachkognition)
- Sprachproduktion und Neurophysiologie
- Prosodie und Intonation
- Objektorientiertes Programmieren und Skriptsprachen
- Phonetik und Statistik (R)
- Bachelorarbeit und Disputation
Was du lernst
- Gesprochene Sprache phonetisch analysieren und transkribieren
- Akustische und articulatorische Phänomene messen und interpretieren
- Spracherkennungs- und Syntheseverfahren anwenden
- Psycholinguistische Experimente konzipieren und auswerten
- Sprachtechnologische Systeme und Dialogsysteme verstehen
- Statistische Auswertung linguistischer Daten in R durchführen
- Phonetische Daten programmgestützt verarbeiten
Typische Berufsfelder
- Sprachtechnologie-Entwicklung (Sprachassistenten, ASR)
- Klinische Phonetik und Logopädie-Forschung
- Computerlinguistik und NLP
- Akademische Forschung / Promotion
- Audiologie und Hörgerätetechnik
- Sprachdialog-Systementwicklung
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulzugangsberechtigung
- Wahl eines Nebenfachs (z.B. Informatik, Linguistik, Psychologie, Medizin)
- Interesse an Sprache, Kognition und technischen Methoden
3 Varianten dieses Studiengangs 3 Einträge
- Digital Humanities - Sprachwissenschaften Bachelor of Arts Vollzeit
- Phonetik und Sprachverarbeitung Bachelor of Arts Vollzeit
- Sprache, Literatur, Kultur Bachelor Vollzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die LMU München auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Phonetik und Sprachverarbeitung” an der LMU München suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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