Elektrotechnik und Informationstechnik
Der Bachelor Elektrotechnik und Informationstechnik (ETIT) an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover ist ein sechssemestriges Vollzeitstudium mit 180 ECTS an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik und schließt mit dem B.Sc. ab. Die LUH ist eine große forschungsstarke Volluniversität mit ausgeprägter ingenieurwissenschaftlicher Tradition; die ETIT-Studiengänge sind in eine der traditionsreichsten und größten Elektrotechnik-Fakultäten Deutschlands eingebettet, die in Bereichen wie Hochfrequenztechnik, Optoelektronik, Energietechnik und Mikroelektronik national und international sichtbar publiziert. Studienbeginn ist sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich, der Studiengang ist zulassungsfrei.
Der Studienverlauf gliedert sich in eine Grundlagen- und eine Vertiefungsphase. In den Semestern eins bis vier legst du das mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Fundament: Höhere Mathematik I–III, Physik für Ingenieure, Grundlagen der Elektrotechnik I und II, Werkstoffe der Elektrotechnik, Theoretische Elektrotechnik / Elektromagnetische Felder, Schaltungstechnik, Elektronik und Bauelemente, Digital- und Mikroelektronik, Signal- und Systemtheorie, Informatik und Programmierung, Mess- und Sensortechnik. In der zweisemestrigen Vertiefungsphase belegst du Pflichtmodule zu Regelungstechnik I und II sowie wahlpflichtige Module aus dem breiten Vertiefungskatalog der Fakultät mit Schwerpunkten wie Leistungselektronik und Antriebstechnik, Elektrische Energieversorgung, Kommunikationsnetze und Nachrichtentechnik, Hochfrequenztechnik und Optoelektronik, Mikroelektronik und integrierte Schaltungen, Automatisierungs- und Regelungstechnik sowie Sensorik und Messtechnik. Ergänzt wird das Studium um Laborpraktika, ein interdisziplinäres Studium Generale und eine Projektarbeit. Die Bachelorarbeit (12 LP) wird nach 120 erreichten Leistungspunkten beantragt und in sechs Monaten geschrieben.
Besonderheit ist die Verzahnung mit forschungsstarken Instituten und Sonderforschungsbereichen der LUH (z. B. Hannover Centre for Optical Technologies, Forschungszentrum L3S, Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik) sowie der direkten Nähe zur Industrie in Niedersachsen (Continental, VW-Nutzfahrzeuge, Sennheiser, AOS Group). Vor Abschluss ist ein achtwöchiges Pflichtpraktikum in einem industriellen Umfeld nachzuweisen — anteilig auch durch entsprechende Vorbildung (z. B. Technisches Gymnasium oder einschlägige Berufsausbildung) anrechenbar.
Voraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife oder gleichwertige Qualifikation; einen lokalen NC gibt es nicht. Hilfreich sind sehr gute Mathematik- und Physikkenntnisse, technisches Verständnis, Spaß am Experimentieren und Programmieren sowie Geduld für die anspruchsvollen theoretischen Grundlagen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Entwicklungs- und Hardware-Ingenieure, Embedded-Systems-Entwickler, Energiesystem-Ingenieure, Hochfrequenz- und Funkingenieure, Regelungstechniker oder gehen in den konsekutiven Master (z. B. Elektrotechnik und Informationstechnik, Energietechnik, Mechatronik) — typische Branchen sind Automotive, Energie, Telekommunikation, Halbleiter, Medizintechnik und Forschungsinstitute.
Die Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der LUH ist eine der größten ihrer Art in Deutschland und kooperiert eng mit den niedersächsischen Industriestandorten. Studierende profitieren von zahlreichen studentischen Hochschulgruppen (Akaflieg, LUHbots, e.V. Racing Hannover), die ingenieurpraktische Projekte vorantreiben und sich auf nationalen und internationalen Wettbewerben behaupten. Konsekutiv stehen zahlreiche LUH-Masterstudiengänge offen, darunter ETIT, Mechatronics, Energietechnik, Embedded Systems Engineering und Computational Science & Engineering. Im Vergleich zu Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist die theoretisch-mathematische Tiefe deutlich höher; im Vergleich zu reinen TU-Studiengängen profitierst du von der breiten Volluniversitätsumgebung, die fachübergreifende Wahlmodule und Studium Generale ermöglicht.
Module im Studium
- Höhere Mathematik I–III
- Physik für Ingenieure
- Grundlagen der Elektrotechnik I und II
- Werkstoffe der Elektrotechnik
- Theoretische Elektrotechnik (Elektromagnetische Felder)
- Schaltungstechnik und Elektronik
- Digital- und Mikroelektronik
- Signal- und Systemtheorie
- Informatik und Programmierung
- Mess- und Sensortechnik
- Regelungstechnik I und II
- Leistungselektronik und Antriebe
- Nachrichtentechnik
- Laborpraktika
- Bachelorarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Energie- und Antriebstechnik
- Nachrichtentechnik und Kommunikationsnetze
- Hochfrequenz- und Optoelektronik
- Mikroelektronik und integrierte Schaltungen
- Automatisierungs- und Regelungstechnik
Was du lernst
- Elektrotechnische Grundlagen sicher anwenden
- Schaltungen entwerfen und analysieren
- Energie- und Antriebssysteme auslegen
- Kommunikations- und Funksysteme verstehen
- Regelungstechnische Probleme lösen
- Laborexperimente eigenständig durchführen
- Forschungsnahe Projekte umsetzen
Typische Berufsfelder
- Entwicklung und Konstruktion
- Energietechnik und Netze
- Nachrichten- und Hochfrequenztechnik
- Embedded Systems
- Automatisierungstechnik
- Mikroelektronik
- Forschung und Master-Anschluss
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Sehr gute Mathe- und Physikkenntnisse
- Pflichtpraktikum (8 Wochen)
- Technisches Verständnis
- Englischkenntnisse
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Elektrotechnik 2-Fach-Bachelor Vollzeit
- Elektrotechnik und Informationstechnik Bachelor of Science Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Leibniz Universität Hannover auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Elektrotechnik/Elektronik” an der Leibniz Universität Hannover suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?