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Biomedical Engineering

Der Masterstudiengang Biomedical Engineering (M.Sc.) am Karlsruher Institut für Technologie ist ein viersemestriges, vollständig englischsprachiges Programm mit 120 ECTS, das an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaft, Informatik und Medizin angesiedelt ist. Träger ist die KIT-Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (ETIT), getragen wird das Programm zudem von Instituten aus Maschinenbau, Informatik und Medizintechnik. Pro Semester werden 25 Studienplätze über ein punktebasiertes Auswahlverfahren mit maximal 147 Punkten vergeben, was die Zulassungshürde im internationalen Vergleich relativ hoch macht.

Das Studium ist modular aufgebaut: Profilmodule (42 ECTS) bilden die Spezialisierung, Wahlmodule (42 ECTS) ergänzen flexibel, hinzu kommen überfachliche Qualifikationen (6 ECTS) und die sechsmonatige Masterarbeit (30 ECTS). Studierende wählen einen von fünf Tracks: Biomedical Imaging and Signal Processing, Biomedical Robotics, Bioelectronics – Materials and Interfaces, Medical Product Development sowie Modelling and Simulations for Medicine. Jeder Track kombiniert vertiefte Ingenieurmodule mit klinisch-medizinischen Lehrveranstaltungen und Laborpraktika, etwa zu MRT- und Ultraschallbildgebung, Robotik-Assistenzsystemen, Bio-Sensorik, regulatorischen Verfahren nach MDR sowie Patient-spezifischer Simulation. Vorlesungen und Praktika finden teils am Universitätsklinikum Karlsruhe sowie an Helmholtz-Instituten und dem Institut für Biomedizinische Technik (IBT) statt. Auch ein Auslandssemester an Partneruniversitäten wie ETH Zürich, EPFL oder TU Delft ist gut integrierbar.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Entwicklungsingenieure in der Medizintechnik (Imaging, OP-Robotik, Implantate, Diagnostika), in Regulatory Affairs und Quality Assurance, im klinischen Projektmanagement, in der medizinischen Software- und KI-Entwicklung sowie bei Health-Start-ups. Auch eine Promotion in Medizintechnik, Computational Medicine oder Biomedical Imaging ist eine etablierte Anschlussperspektive. Arbeitgeber sind globale MedTech-Konzerne (Siemens Healthineers, Philips, Stryker, B. Braun), spezialisierte Mittelständler, Forschungsinstitute und Universitätskliniken. Mit zunehmender Bedeutung KI-gestützter Medizintechnik ist die Nachfrage nach Absolventen mit fundierter mathematisch-ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung stark gestiegen.

Die Zulassung verlangt einen einschlägigen Bachelor mit mindestens 180 ECTS in Medizin-, Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau, Informatik, Physik, Chemie, Biologie oder Mathematik, darunter mindestens 12 ECTS Mathematik und 12 ECTS Informationstechnik. Sprachvoraussetzung ist Englisch B2; ein zusätzlicher Sprachnachweis ist über TOEFL, IELTS oder ein gleichwertiges Zertifikat zu erbringen. Die Punkteberechnung basiert auf Bachelornote und Vornoten in den medizintechnischen, Informatik- und Mathematik-Modulen.

Der Karlsruher BME-Master profitiert auch von der wachsenden Bedeutung medizintechnischer Start-ups in Süddeutschland: Spin-offs aus KIT-Instituten und FZI sind regelmäßig auf der Suche nach Bachelorthesen-, Praktikums- und Einstiegsstellen für Studierende mit fundiertem System-Engineering-Background. Wer eine Promotion anstrebt, kann in das Helmholtz Imaging Programm, die KIT-Graduiertenschule Karlsruhe School of Optics & Photonics oder das DKFZ Heidelberg einsteigen; die räumliche Nähe macht Kooperationsbetreuungen mit Heidelberger Kliniken praktikabel und in der Vergangenheit häufig erfolgreich.

Module im Studium

  • Biomedical Imaging Systems
  • Signal- und Bildverarbeitung in der Medizin
  • Biomedical Robotics
  • Bio-Sensoren und Bioelektronik
  • Patient-spezifische Modellierung und Simulation
  • Medical Product Development und Usability
  • Regulatory Affairs / MDR
  • Klinische Studien und Statistik
  • Machine Learning for Medical Imaging
  • Implantattechnologie
  • Laborpraktikum Medizintechnik
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Biomedical Imaging and Signal Processing
  • Biomedical Robotics
  • Bioelectronics – Materials and Interfaces
  • Medical Product Development
  • Modelling and Simulations for Medicine

Was du lernst

  • Medizintechnische Geräte technologisch entwickeln
  • Bildgebende Verfahren auswerten
  • Robotik im OP planen und validieren
  • Regulatorische Anforderungen umsetzen
  • Patient-spezifische Modelle erstellen
  • Interdisziplinär mit Klinik und Industrie arbeiten

Typische Berufsfelder

  • Medizinprodukt-Entwicklung
  • Regulatory Affairs
  • Klinisches Projektmanagement
  • Medizinische Software/KI
  • Forschung und Promotion
  • Medizintechnik-Beratung

Branchen

Medizintechnik-Konzerne und MittelstandPharma und DiagnostikKlinik und UniversitätsmedizinForschungseinrichtungenHealth-Tech-Start-upsBeratung im Gesundheitswesen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Einschlägiger Bachelor (180 ECTS)
  • Mindestens 12 ECTS Mathematik
  • Mindestens 12 ECTS Informationstechnik
  • Englisch B2
  • Erfolgreiches Auswahlverfahren
Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Biomedical Engineering Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Karlsruher Institut für Technologie auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Verfahrenstechnik” an der Karlsruher Institut für Technologie suchen →

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