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Computational Modeling and Engineering

Der konsekutive Masterstudiengang Computational Modeling in Engineering am Karlsruher Institut für Technologie vermittelt in vier Semestern (120 ECTS) die Fähigkeit, komplexe ingenieur- und naturwissenschaftliche Probleme mathematisch zu modellieren, numerisch zu lösen und mit datengetriebenen Methoden zu kombinieren. Das Programm wird vollständig auf Englisch unterrichtet und ist eng mit der Forschung an Großforschungseinrichtungen des KIT verzahnt, etwa in Materialwissenschaft, Strömungsmechanik, Strukturmechanik und Festkörperphysik. Das KIT positioniert den Studiengang als Brücke zwischen klassischer Ingenieurausbildung und moderner Computational Science.

Das Curriculum gliedert sich in fünf Bereiche: Kernkompetenzen (24 LP) decken Mechanik, Computational Methods, Thermodynamik und Data Science ab. Im Methoden-Bereich (24 LP) vertiefen Studierende spezialisierte numerische und datenwissenschaftliche Techniken wie Finite-Elemente-Verfahren höherer Ordnung, Diskontinuierliche Galerkin-Methoden, Adjungiertenverfahren, isogeometrische Analysis sowie Methoden des wissenschaftlichen maschinellen Lernens (Physics-Informed Neural Networks, Operator Learning). Im Block Computational Engineering and Applications (24 LP) wählen sie angewandte Fachfächer wie computergestützte Strömungsmechanik, Mehrkörpersimulation, Werkstoffmodellierung oder Hochleistungsrechnen. Ein interdisziplinärer Wahlbereich (12 LP) öffnet das Studium für Wirtschaft, Recht, Gesellschaft oder Soft Skills, ein eigenes Projektmodul (6 LP) simuliert kollaboratives Engineering-Arbeiten. Den Abschluss bildet eine sechsmonatige Masterarbeit (30 LP) an einem der beteiligten Institute.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Forschung und Entwicklung, in Industrieabteilungen mit hohem Simulationsanteil sowie in Beratungsfeldern, in denen physikalische Modellbildung und High-Performance-Computing zusammenkommen. Branchen sind Automobil- und Luftfahrtindustrie, Energietechnik, Maschinenbau, Werkstoffentwicklung sowie spezialisierte Engineering-Dienstleister wie Altair, Ansys, Bosch Engineering oder MTU. Auch eine Promotion in Computational Science oder klassischen Ingenieurfächern ist eine häufige Anschlussperspektive, da das Programm explizit forschungsorientiert aufgebaut ist und früh in eigene Forschungsprojekte einbindet. Industriepraktika und studentische Forschungsarbeiten an einem der beteiligten Institute lassen sich problemlos in das Curriculum integrieren.

Die Zulassung setzt einen Bachelor mit mindestens 180 ECTS und Note 2,3 oder besser voraus, darunter mindestens 15 ECTS Mathematik und 40 ECTS Naturwissenschaften bzw. Ingenieurwissenschaften (25 ECTS genügen, wenn man zum besten Zehntel des Jahrgangs gehört). Hinzu kommen Englischkenntnisse auf mindestens B2-Niveau und ein zwanzigminütiges Auswahlgespräch online oder vor Ort. Inhaltlich profitiert das Programm vom Zusammenspiel der KIT-Fakultäten Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Mathematik und Chemieingenieurwesen sowie der engen Anbindung an das Steinbuch Centre for Computing mit den HPC-Systemen HoreKa und der GPU-Cluster-Infrastruktur.

Die Stärke des Programms liegt im Brückenschlag zwischen klassischen Ingenieurfächern und moderner datenwissenschaftlicher Methodik: Studierende lernen, klassische FEM- und CFD-Solver nicht nur anzuwenden, sondern auch differenzierbar zu machen, mit Surrogatmodellen zu kombinieren oder durch maschinelles Lernen zu beschleunigen. Diese Kompetenzen werden in nahezu allen R&D-Abteilungen großer Industrieunternehmen aktuell stark nachgefragt, was Karlsruher CME-Absolventinnen und -Absolventen sehr gute Einstiegs- und Promotionsperspektiven verschafft.

Module im Studium

  • Computational Methods
  • Mechanik (Kontinuumsmechanik)
  • Thermodynamik
  • Data Science Grundlagen
  • Finite-Elemente-Methoden
  • Computational Fluid Dynamics
  • Mehrkörpersimulation
  • Numerische Mathematik
  • Hochleistungsrechnen / HPC
  • Werkstoffsimulation
  • Interdisziplinäre Wahlmodule
  • Projektarbeit Computational Engineering

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Solid and Structural Mechanics
  • Fluid Mechanics
  • Materials Science
  • Data Science in Engineering

Was du lernst

  • Komplexe Ingenieurprobleme mathematisch modellieren
  • Numerische Verfahren implementieren und validieren
  • Hochleistungsrechner produktiv einsetzen
  • Datengetriebene und physikalische Modelle kombinieren
  • Simulationsergebnisse kritisch interpretieren
  • Forschungsprojekte selbstständig durchführen

Typische Berufsfelder

  • Simulationsingenieurin / -ingenieur
  • Forschung und Entwicklung
  • Computational Scientist
  • HPC- und Software-Engineering
  • Promotion in Ingenieurwissenschaften
  • Technische Beratung mit Simulationsfokus

Branchen

Automobil- und LuftfahrtindustrieEnergietechnikMaschinen- und AnlagenbauWerkstoff- und MaterialentwicklungEngineering-DienstleistungenForschungseinrichtungen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Einschlägiger Bachelor (180 ECTS, Note 2,3 oder besser)
  • Mindestens 15 ECTS Mathematik
  • Mindestens 40 ECTS Natur-/Ingenieurwissenschaften
  • Englisch B2
  • Erfolgreiches Auswahlgespräch
Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Computational Modeling and Engineering Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Karlsruher Institut für Technologie auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Berechnung und Simulation” an der Karlsruher Institut für Technologie suchen →

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