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Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik

Der Masterstudiengang Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik (CIW) am Karlsruher Institut für Technologie ist ein konsekutives viersemestriges Studium mit 120 LP und Abschluss M.Sc., getragen von der gleichnamigen KIT-Fakultät. Die Lehre ist forschungsbezogen ausgerichtet und nutzt die enge Verzahnung mit Großforschung am Engler-Bunte-Institut, dem Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT) und weiteren KIT-Forschungseinrichtungen.

Die Studienarchitektur ist hochgradig modular. In den Semestern 1 bis 3 belegen Studierende erweiterte Grundlagen im Umfang von 32 LP, darunter das Pflichtmodul Prozess- und Anlagentechnik (8 LP) sowie vier Wahlpflichtmodule zu je 6 LP aus Bereichen wie Reaktionstechnik, Thermische Verfahrenstechnik, Mehrphasenströmungen oder Bioverfahrenstechnik. Hinzu kommen ein technisches Ergänzungsfach (10 LP), zwei Vertiefungsfächer (je 16 LP) sowie ein verpflichtendes Berufspraktikum (14 LP) von mindestens drei Monaten Dauer in der Industrie. Überfachliche Schlüsselqualifikationen (2 LP) runden das dritte Semester ab. Das vierte Semester ist vollständig der Masterarbeit (30 LP) gewidmet. Die Wahl der zwei Vertiefungsrichtungen bestimmt das fachliche Profil maßgeblich. Aus dem Katalog von rund 15 Schwerpunkten stehen unter anderem Verfahrenstechnik regenerativer Energieträger, Lebensmittelverfahrenstechnik, Umwelttechnik, Mikroverfahrenstechnik, Computational Modeling, Bioverfahrenstechnik und Werkstoffprozesstechnik zur Auswahl. Die Vertiefungen werden von Instituten unterschiedlicher KIT-Fakultäten getragen und ermöglichen tiefe Einblicke in laufende Forschungsprojekte. Ergänzt wird die fachliche Ausbildung durch ein zweiwöchiges interdisziplinäres Schlüsselqualifikationsmodul, das auf Verhandlungsführung, Projektmanagement oder wissenschaftliches Englisch ausgerichtet ist. Studierende mit ausländischem Bachelor durchlaufen vor Studienbeginn ein Anerkennungsverfahren, das die fachliche Eignung sicherstellt. Pro Jahrgang werden etwa 60 Studienanfängerinnen und -anfänger zugelassen, was eine intensive Betreuung in Vertiefungsfächern und Forschungspraktika ermöglicht.

Charakteristisch ist die enge Vernetzung mit der Karlsruher Großforschungslandschaft. Studierende bearbeiten Forschungspraktika und Masterarbeiten am Engler-Bunte-Institut (Energietechnik und Wasserchemie), am Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT), am Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik (BLT) sowie am Institut für Katalyseforschung und -technologie (IKFT). Helmholtz-Programme zu Energie, Materialien und Biomasse eröffnen reale Forschungsfragen, etwa zur Wasserstoffwirtschaft, zur Power-to-X-Synthese oder zur Kreislaufwirtschaft. Ergänzt wird die Lehre durch Industriekooperationen mit Chemie-, Pharma- und Energieunternehmen aus dem badisch-pfälzischen Chemiedreieck. Karlsruhe als Standort der chemisch-pharmazeutischen Industrie und der Energiewende bietet zudem ein dichtes Netz an Karrieremöglichkeiten direkt vor Ort. Studentische Initiativen wie die ProcessNet-Hochschulgruppe oder das KIT-Sustainability-Netzwerk ergänzen die Lehre praxisnah.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Anlagenplanung, Engineering und Inbetriebnahme bei Chemie-, Pharma-, Energie- und Lebensmittelunternehmen, in Forschung und Entwicklung sowie in Beratung und Behörden. Zugangsvoraussetzung ist ein einschlägiger Bachelorabschluss in CIW, Verfahrenstechnik oder einem stark verwandten Ingenieurstudium; Deutschkenntnisse auf C1-Niveau sind verpflichtend, höhere Semester können auch mit Englisch B2 belegt werden.

Module im Studium

  • Prozess- und Anlagentechnik
  • Reaktionstechnik
  • Thermische Verfahrenstechnik
  • Mechanische Verfahrenstechnik
  • Wärme- und Stoffübertragung
  • Prozesssimulation
  • Mehrphasenströmungen
  • Bioverfahrenstechnik
  • Technisches Ergänzungsfach
  • Vertiefungsfächer (zwei aus Katalog)
  • Berufspraktikum
  • Masterarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Verfahrenstechnik regenerativer Energieträger
  • Lebensmittelverfahrenstechnik
  • Umwelttechnik
  • Mikroverfahrenstechnik
  • Computational Modeling in Process Engineering
  • Bioverfahrenstechnik

Was du lernst

  • Verfahrenstechnische Prozesse modellieren
  • Reaktions- und Trennverfahren auslegen
  • Anlagen und Apparate dimensionieren
  • Simulationswerkzeuge professionell einsetzen
  • Sicherheits- und Umweltaspekte bewerten
  • Forschungsergebnisse präsentieren
  • Interdisziplinär in Projekten arbeiten

Typische Berufsfelder

  • Verfahrens- und Anlagenplanung
  • Prozessentwicklung
  • Forschung und Entwicklung
  • Inbetriebnahme und Engineering
  • Qualitätssicherung
  • Projektmanagement
  • Technische Beratung

Branchen

Chemische IndustriePharmaindustrieEnergie- und UmwelttechnikLebensmittel- und BiotechnologieAnlagenbauForschungseinrichtungen

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Einschlägiger Bachelor in CIW oder Verfahrenstechnik
  • Solide Kenntnisse in Thermodynamik und Strömungsmechanik
  • Deutschkenntnisse C1
  • Englisch B2
  • Selbstständige Arbeitsweise
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik Master Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Karlsruher Institut für Technologie auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Chemie-Ingenieurwesen/Chemieverfahrenstechnik” an der Karlsruher Institut für Technologie suchen →

Erfahrungsberichte von Studierenden

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