Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik
Der Bachelor Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik (CIW) am Karlsruher Institut für Technologie wird von der KIT-Fakultät für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik betreut. Das Studium umfasst 180 Leistungspunkte über sechs Regelsemester, ist deutschsprachig und nicht zulassungsbeschränkt. Mit der starken regionalen Industrie (BASF in Ludwigshafen, Bosch in Stuttgart, Spezialchemie in Karlsruhe) und der Helmholtz-Forschung am Campus Nord prägt der Studiengang Generationen von Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechnikern. Die enge Verzahnung mit dem Engler-Bunte-Institut und dem Institut für Technische Chemie macht die Lehre praxis- und forschungsnah zugleich.
Die ersten vier Semester legen das Pflichtfundament: Höhere Mathematik I-III, Höhere Mathematik IV (Numerik), Allgemeine und Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physik für Ingenieure, Technische Mechanik, Werkstoffkunde sowie zentrale verfahrenstechnische Module wie Technische Thermodynamik, Strömungslehre, Wärme- und Stoffübertragung, Mechanische Verfahrenstechnik, Thermische Verfahrenstechnik und Chemische Reaktionstechnik. Hinzu kommen Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, ein Modul Prozesstechnik sowie verfahrenstechnische Laborpraktika.
Ab dem fünften Semester ist erstmals eine Profilbildung über Profilfächer möglich. Verfügbare Profile am KIT sind unter anderem Thermische Verfahrenstechnik, Umweltschutzverfahrenstechnik, Verbrennungstechnik, Wassertechnologie, Lebensmittel- und Pharmaverfahrenstechnik sowie Energieverfahrenstechnik. Insgesamt elf Profilfächer stehen zur Auswahl. Ergänzend sind Schlüsselqualifikationen, ein ingenieurtechnisches Vorpraktikum und die Bachelorarbeit (12 LP) zu absolvieren. Forschungsstandorte für Bachelorarbeiten reichen vom Engler-Bunte-Institut über das Institut für Technische Chemie bis zum Institut für Katalyseforschung und -technologie. Aktuelle Schwerpunkte umfassen Wasserstofftechnologien, Batterieelektrolyte, biobasierte Kraftstoffe und nachhaltige Trennverfahren.
Der Abschluss qualifiziert für die Anlagen- und Prozessauslegung in der chemischen, petrochemischen, pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie, für die Energie- und Umwelttechnik sowie für den Anlagenbau. Klassische Arbeitgeber sind BASF, Evonik, Bayer, Linde, Lurgi, Wacker Chemie, große Anlagenbauer sowie Energieversorger mit Wärmesparte. Wer Forschung anstrebt, wechselt in den konsekutiven Master CIW oder verwandte Master in Energie- oder Lebensmittelverfahrenstechnik.
Die Studienorganisation läuft über das KIT-Campus-Management-Portal. Eine starke Fachschaft Chemieingenieurwesen begleitet Studienanfänger über Erstsemester-Tage, Lerngruppen und Übungstutorien. Das House of Competence ergänzt überfachliche Schlüsselqualifikationen. Auslandssemester sind über Erasmus+ und KIT-eigene Mobilitätsabkommen mit chemisch-verfahrenstechnischen Spitzenuniversitäten in Frankreich, Skandinavien, den USA und Asien etabliert. Bewerbung erfolgt online im KIT-Bewerbungsportal mit Frist 15. September für EU-Staatsangehörige bzw. 15. Juli für Drittstaaten. Quereinsteiger aus benachbarten Ingenieurbachelor-Studiengängen können Module über die Prüfungskommission anrechnen lassen. Sicherheitsschulungen sind vor jedem Laborpraktikum verbindlich.
Die Chemieingenieurausbildung am KIT gilt traditionell als besonders forschungsnah; viele Absolventinnen und Absolventen promovieren direkt nach dem Master in den Helmholtz-Instituten oder gehen in industrielle Forschung und Entwicklung. Das KIT-Modulhandbuch wird semesterweise an aktuelle Forschungsfragen wie Wasserstofftechnologie, CO2-Nutzung und Bioökonomie angepasst.
Module im Studium
- Höhere Mathematik I-IV
- Allgemeine und Anorganische Chemie
- Organische Chemie
- Physik für Ingenieure
- Technische Mechanik
- Werkstoffkunde
- Technische Thermodynamik
- Strömungslehre
- Wärme- und Stoffübertragung
- Mechanische Verfahrenstechnik
- Thermische Verfahrenstechnik
- Chemische Reaktionstechnik
- Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Thermische Verfahrenstechnik
- Umweltschutzverfahrenstechnik
- Verbrennungstechnik
- Wassertechnologie
- Lebensmittel- und Pharmaverfahrenstechnik
- Energieverfahrenstechnik
Was du lernst
- Stoff- und Energiebilanzen aufstellen
- Apparate und Anlagen auslegen
- Reaktoren modellieren und betreiben
- Trennverfahren und Aufarbeitung dimensionieren
- Prozesssicherheit bewerten
- Engineering-Software fundiert einsetzen
Typische Berufsfelder
- Anlagen- und Prozessauslegung
- Forschung und Entwicklung in der Chemieindustrie
- Energie- und Umwelttechnik
- Pharma- und Lebensmittelproduktion
- Anlagenbau und Engineering-Dienstleister
- Produktionsmanagement
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Sehr gute Mathematik-, Physik- und Chemiekenntnisse
- Ingenieurtechnisches Vorpraktikum
- Bereitschaft zu intensivem Laborbetrieb
- Affinität zu quantitativem Arbeiten
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik Bachelor Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Karlsruher Institut für Technologie auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Chemie-Ingenieurwesen/Chemieverfahrenstechnik” an der Karlsruher Institut für Technologie suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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