Demokratie und Governance an der Universität Giessen
Der Master of Arts Demokratie und Governance an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist bundesweit der einzige Masterstudiengang, der das Spannungsverhältnis zwischen demokratischen Prinzipien und modernen Governance-Strukturen in den Mittelpunkt rückt. Das konsekutive Programm umfasst vier Semester und 120 ECTS-Punkte; der Abschluss ist zulassungsfrei und setzt einen Bachelor in Politikwissenschaft oder einem verwandten sozialwissenschaftlichen Fach voraus.
Der Studienplan gliedert sich in drei Phasen: In den ersten beiden Semestern legen Pflichtmodule zu Demokratie (M1), Demokratisierungsprozessen (M2) und empirischen Methoden der Sozialforschung (M3) das wissenschaftliche Fundament. Im zweiten und dritten Semester wählen Studierende aus vertiefenden Politikwissenschafts-Modulen (M4–M9, M11) und belegen zwei Wahlmodule aus Wirtschaftswissenschaften, Geschichte oder Philosophie – das stärkt die interdisziplinäre Anschlussfähigkeit. Das vierte Semester ist der Masterarbeit und dem Abschlusskolloquium gewidmet. Studiengebühren werden in Hessen nicht erhoben; der Semesterbeitrag beträgt rund 403 Euro.
Das Programm richtet sich an Studierende, die sich für Demokratietheorie, vergleichende Regierungslehre, Demokratieförderung und supranationale Governance interessieren. Die JLU Gießen verfügt über langjährige Erfahrung in der internationalen politikwissenschaftlichen Forschung; der Masterstudiengang ist forschungsnah konzipiert und vermittelt die methodischen Werkzeuge für eine anschließende Promotion.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in politischen Parteien und Stiftungen, in internationalen Organisationen (EU, UN, OSZE), in der öffentlichen Verwaltung auf Bundes- und Länderebene, in Medien und Politikberatung sowie im Bildungsbereich. Die analytischen und methodischen Kompetenzen des Studiengangs eröffnen auch Einstiegsmöglichkeiten in der Unternehmensberatung mit gesellschaftspolitischem Fokus.
Module im Studium
- M1: Demokratie – Theorie und Empirie
- M2: Demokratisierungsprozesse und Demokratieerosion
- M3: Methoden der empirischen Sozialforschung
- M4–M9: Vertiefungsmodule Politikwissenschaft (Wahlpflicht)
- Wahlmodul Wirtschaftswissenschaften
- Wahlmodul Geschichte oder Philosophie
- Masterarbeit und Kolloquium
Was du lernst
- Das Verhältnis von Demokratie und Governance theoriegeleitet analysieren
- Demokratisierungsprozesse und Demokratieerosion empirisch untersuchen
- Quantitative und qualitative Methoden der Politikwissenschaft anwenden
- Governance-Strukturen jenseits des Nationalstaats (EU, internationale Organisationen) einordnen
- Interdisziplinäre Perspektiven aus Wirtschaft, Geschichte und Philosophie integrieren
- Selbstständig eine wissenschaftliche Abschlussarbeit in einem Forschungsdesign verfassen
Typische Berufsfelder
- Politische Parteien, Stiftungen und Verbände
- Internationale Organisationen (EU, UN, OSZE)
- Öffentliche Verwaltung auf Bundes- und Länderebene
- Politikberatung und Think Tanks
- Medien und politischer Journalismus
- Wissenschaft und Promotion
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor in Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Geschichte oder verwandtem Fach
- Keine Zulassungsbeschränkung (NC-frei)
- Online-Bewerbung über das JLU-Studierendenportal
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Demokratie und Governance Master Vollzeit
- Transition Management Master Vollzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Giessen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Demokratie und Governance” an der Universität Giessen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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