Human-Computer-Interaction
Der konsekutive Masterstudiengang Human-Computer Interaction an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verbindet psychologische, informatische und gestalterische Perspektiven auf interaktive Systeme zu einem forschungsnahen Profil mit 120 ECTS und vier Semestern Regelstudienzeit. Träger ist der Bereich Mensch-Computer-Systeme der Philosophischen Fakultät, der eng mit der Informatik und der Psychologie kooperiert; ab Sommersemester 2026 ist der Studiengang zusätzlich in einer Teilzeitvariante über acht Semester studierbar.
Das Curriculum gliedert sich in einen psychologisch-empirischen Grundlagenbereich, ein informatisch-technisches Methodenfundament sowie HCI-spezifische Pflichtbereiche zu Theorien, Methoden und Anwendungen der Mensch-Technik-Interaktion. Pflicht- und Wahlpflichtmodule decken intelligente Grafik, multimodale Schnittstellen, Virtual, Augmented und Mixed Reality, Computer Edutainment und Games, intelligente virtuelle Umgebungen sowie Ontologien für interaktive Systeme ab. Methodisch werden quantitative und qualitative Nutzerforschung, Eyetracking, Usability-Engineering und experimentelle Studiendesigns vertieft, ergänzt um Statistik und maschinelles Lernen. Im vierten Semester schließt die Masterarbeit das Studium ab, häufig eingebettet in laufende Forschungsprojekte der Lehrstühle.
Forschungsseitig profiliert sich Würzburg in drei Schwerpunkten: Human-centered AI mit Fokus auf erklärbare und transparente KI, Extended Reality und Metaverse für verteilte Kollaboration und immersive Umgebungen sowie nutzerzentrierte Produktentwicklung in Medizin, Bildung und öffentlichem Sektor. Studierende arbeiten in eigenen Laboren für VR, Eyetracking und Physiocomputing und können sich über Projektmodule früh in publikationsfähige Studien einbringen.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten als UX-Designer, Usability-Engineer, Interaction Researcher, Human-Factors-Spezialistin oder UX-Consultant in Automobilindustrie, Medizintechnik, Gaming, Software- und Beratungsunternehmen sowie für eine Promotion. Zugangsvoraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss in Informatik, Psychologie, Medieninformatik oder verwandten Fächern mit ausreichenden ECTS-Anteilen in Informatik und Statistik; verbindlich ist das Eignungsverfahren der Fakultät.
Die Würzburger HCI ist als Schnittstellenfach inhaltlich nahe an kognitiver Psychologie, Mediengestaltung und Software-Engineering und unterscheidet sich von rein informatischen Masterprogrammen durch die Integration empirischer Versuchsplanung mit Fragebogen-, Reaktionszeit- und Eyetracking-Designs. Studierende lernen, Hypothesen aus der Wahrnehmungs- und Gedächtnispsychologie abzuleiten und in lauffähige Interface-Prototypen zu überführen, die in moderierten Usability-Studien evaluiert werden. Die Kohorten sind klein, der Austausch mit Lehrstühlen direkt; viele Hausarbeiten werden als Konferenz-Paper für CHI oder MuC weitergeführt. Über das HCI-Institut bestehen Industriekooperationen mit Audi, Siemens Healthineers und regionalen Mittelständlern im Bereich Medizin- und Produktionssoftware, in denen Pflichtpraktika und Abschlussarbeiten realisiert werden können. Wer Forschungsambitionen hat, kann nach dem Master direkt in die Würzburger oder die Erlanger Cyberphysics-Promotion einsteigen.
Studienbeginn ist sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester möglich; die Bewerbungsfristen liegen am 15. Juli bzw. 15. Januar. Studiengebühren fallen nicht an, lediglich der reguläre Semesterbeitrag der LMU ist zu entrichten. Internationale Studierende benötigen zusätzlich einen Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse.
Module im Studium
- Theorien und Methoden der HCI
- Empirische Forschungsmethoden
- Statistik und Datenanalyse
- Intelligent Graphics
- Multimodale Interfaces
- Virtual, Augmented und Mixed Reality
- Computer Edutainment und Games
- Intelligent Virtual Environments
- Ontologien für interaktive Systeme
- Usability Engineering und User Experience
- Forschungsprojekt HCI
- Masterarbeit
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Human-centered AI
- Extended Reality und Metaverse
- User Research und inklusive Produktgestaltung
Was du lernst
- Interaktive Systeme nutzerzentriert konzipieren
- Empirische Nutzerstudien planen und auswerten
- XR-Anwendungen prototypisch umsetzen
- Erklärbare KI in Interfaces integrieren
- Usability- und Accessibility-Standards anwenden
- Forschungsergebnisse wissenschaftlich publizieren
Typische Berufsfelder
- UX-Designer
- Usability-Engineer
- Interaction Researcher
- Human-Factors-Spezialist
- UX-Consultant
- Wissenschaftliche Mitarbeit
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor in Informatik, Psychologie oder Medieninformatik
- Nachweis informatischer Grundlagen (ECTS)
- Statistik- und Methodenkenntnisse
- Bestehen des Eignungsverfahrens
- Englischkenntnisse für Fachliteratur
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Human-Computer-Interaction Master Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Würzburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Medieninformatik” an der Universität Würzburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
Falsche Angaben? [email protected]
Lade Beiträge…
Studien-Quiz starten
In 1 bis 4 Minuten zur Empfehlung.
Kommentar schreibenanonym
Hier kannst du Erfahrungen teilen oder Fragen stellen, die andere beantworten. Was hätte dir bei deiner Entscheidung geholfen? Oder was willst du aktuell wissen?