Biofabrikation an der Universität Würzburg
NC-Hinweis: Zulassungsverfahren mit obligatorischem Eignungsverfahren (Auswahlgespräch). Voraussetzung sind mind. 80 ECTS in Chemie sowie biofabrikationsrelevante Grundlagen; vorläufige Zulassung ab 150 ECTS möglich.
Der Master of Science Biofabrikation an der Universität Würzburg gehört zu den ersten Studiengängen weltweit, die das Forschungsfeld der Biofabrikation als eigenständige Disziplin etablieren. Biofabrikation bezeichnet den automatisierten, additiven Aufbau funktionaler biologischer Konstrukte – insbesondere durch Bioprinting-Verfahren – an der Schnittstelle von Chemie, Materialwissenschaft, Biologie und Ingenieurwesen. Der Studiengang ist am Institut für Funktionsmaterialien und Biofabrikation der Fakultät für Chemie und Pharmazie angesiedelt.
Das viersemestrige Programm umfasst 120 ECTS und gliedert sich in eine lehrveranstaltungsbasierte Einführungsphase und eine forschungsintensive Praxisphase. Im ersten Semester belegen Studierende vier Pflichtmodule (je 5 ECTS): Polymere II, Biofabrikation, Physikalische Chemie supramolekularer Strukturen sowie Grundlagen des Tissue Engineering und Qualitätsmanagement. Ergänzend wählen sie zwei Wahlpflichtmodule aus einem Angebot, das unter anderem Trägermaterialien für medizinische Wirkstoffe, Grundlagen Supramolekularer Chemie, Polymerwerkstoffe sowie Mikrosysteme für biologische und medizinische Anwendungen umfasst. Die Semester zwei und drei bestehen je aus einem umfangreichen Forschungspraktikum (BioFab Research Internship 1 und 2, je 30 ECTS), das im eigenen Labor oder auch im Ausland absolviert werden kann. Das vierte Semester ist der Masterarbeit (25 ECTS) und einem Abschlusskolloquium (5 ECTS) vorbehalten.
Absolventinnen und Absolventen sind für Forschung und Entwicklung in der regenerativen Medizin, im Tissue Engineering, in der pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik qualifiziert. Typische Tätigkeitsfelder liegen in biotechnologischen Unternehmen, akademischen Forschungsgruppen und der Materialentwicklung für klinische Anwendungen. Ein erheblicher Anteil der Absolventen strebt eine Promotion an, da der Studiengang stark forschungsorientiert ausgerichtet ist.
Ein obligatorisches Eignungsverfahren mit Auswahlgespräch ist Teil der Bewerbung. Zulassungsvoraussetzung ist ein Bachelorabschluss mit mindestens 80 ECTS in Chemie (anorganisch, organisch, physikalisch) sowie mindestens 10 ECTS in biofabrikationsrelevanten Bereichen wie Polymerwissenschaft, Rheologie, Materialwissenschaft, Biochemie oder Zellbiologie. Lehrveranstaltungen werden überwiegend auf Deutsch gehalten; Studienbeginn ist ausschließlich zum Wintersemester.
Module im Studium
- Polymere II
- Biofabrikation
- Physikalische Chemie supramolekularer Strukturen
- Grundlagen des Tissue Engineering und Qualitätsmanagement
- Trägermaterialien für medizinische Wirkstoffe
- Grundlagen Supramolekularer Chemie
- Polymerwerkstoffe: Technologie der Modifizierung
- Mikrosysteme für biologische und medizinische Anwendungen
- BioFab Research Internship 1
- BioFab Research Internship 2
Was du lernst
- Bioprinting-Verfahren für funktionale Gewebekonstrukte anwenden
- Biomaterialien und Polymere für medizinische Anwendungen entwickeln
- Eigenständige Forschungsprojekte im Laborumfeld durchführen
- Qualitätsmanagement in der Biofabrikation umsetzen
- Interdisziplinär mit Ingenieur-, Bio- und Medizinwissenschaften arbeiten
- Tissue-Engineering-Ansätze für regenerative Medizin konzipieren
Typische Berufsfelder
- Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik
- Regenerative Medizin und Tissue Engineering
- Pharmazeutische Industrie (Wirkstoffentwicklung)
- Biomaterialentwicklung
- Akademische Forschung und Promotion
- Klinische Diagnostik und Therapieentwicklung
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor in Chemie, Biochemie, Materialwissenschaft oder verwandtem Fach
- Mindestens 80 ECTS in Chemie (anorganisch, organisch, physikalisch)
- Mindestens 10 ECTS in biofabrikationsrelevanten Feldern (Polymere, Rheologie, Biochemie o. ä.)
- Erfolgreiches Eignungsgespräch (Auswahlverfahren)
- Deutschkenntnisse für Bewerber ohne deutschen Abschluss
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Würzburg auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Biofabrikation” an der Universität Würzburg suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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