Informatik (Computer Science) an der Universität Mainz
Der Master of Education Informatik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) qualifiziert für das Lehramt Informatik an Gymnasien in Rheinland-Pfalz. Das Studium ist ausschließlich lehramtsbezogen konzipiert und erfordert zwingend ein zweites Unterrichtsfach — entweder Mathematik oder Physik. Diese Kombination spiegelt den ausgeprägten MINT-Schwerpunkt der Naturwissenschaftlichen Fakultät (FB 08) wider, an der das Institut für Informatik angesiedelt ist.
Der M.Ed.-Studiengang baut auf einem konsekutiven Bachelor of Education in Informatik auf und umfasst vier Semester (120 ECTS). Fachwissenschaftlich werden im Masterstudium Gebiete wie Betriebssysteme, eingebettete Systeme, Künstliche Intelligenz, Data Mining, Computergrafik, Compilerbau und Theoretische Informatik vertieft; die Studierenden wählen aus einem breiten Modulkatalog des Instituts. Der fachdidaktische Anteil schult die didaktische Reduktion informatischer Konzepte, die medienkompetente Unterrichtsplanung sowie die Entwicklung und Analyse von Lehr-Lern-Szenarien für den Gymnasialunterricht — laut Prüfungsordnung mindestens 15 % der ECTS je Fach. Bildungswissenschaftliche Module runden das Studium als drittes Pflichtfeld ab. Den Abschluss bildet die Masterarbeit zu einem fachdidaktischen oder fachwissenschaftlichen Thema.
Ein besonderes Merkmal der JGU ist ihr Campuscharakter: Institut für Informatik, erziehungswissenschaftliche Einrichtungen und die Angebote für das Zweitfach liegen auf einem zusammenhängenden Gelände, was die Koordination zwischen den beteiligten Disziplinen erheblich vereinfacht. Das Zentrum für Lehrerbildung (ZFL) der JGU unterstützt Lehramtsstudierende fächerübergreifend und koordiniert Praktika sowie das Übergangsmanagement zum Referendariat.
Die Zulassung ist an einen einschlägigen Bachelor of Education in Informatik gebunden. Bewerbungsschluss ist der 1. September für das Wintersemester und der 1. März für das Sommersemester. Als staatliche Universität erhebt die JGU keine Studiengebühren. Nach dem Masterabschluss folgt das Referendariat (Vorbereitungsdienst) an einem rheinland-pfälzischen Gymnasium, das mit dem Zweiten Staatsexamen abschließt.
Module im Studium
- Betriebssysteme
- Eingebettete Systeme
- Künstliche Intelligenz
- Data Mining
- Computergrafik
- Compilerbau
- Theoretische Informatik
- Fachdidaktik Informatik I
- Fachdidaktik Informatik II
- Bildungswissenschaften (Lehramt)
- Masterarbeit
Was du lernst
- Informatische Fachkonzepte für den Gymnasialunterricht didaktisch aufbereiten
- Unterrichtssequenzen für Sekundarstufe I und II planen und evaluieren
- Schülerinnen und Schüler an algorithmisches und formales Denken heranführen
- Aktuelle Gebiete der Informatik (KI, Datenschutz) schulgerecht vermitteln
- Klassenraummedien und digitale Lernumgebungen gezielt einsetzen
Typische Berufsfelder
- Lehramt Informatik an Gymnasien (Rheinland-Pfalz)
- Bildungsreferent in Schulbehörden
- Didaktik-Entwicklung für Schulbuchverlage
- Fachleiterin/Fachleiter im Referendariat
- Schulleitungs- und Koordinationsaufgaben
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelor of Education Informatik (JGU oder gleichwertig)
- Zweites Unterrichtsfach Mathematik oder Physik
- Grundkenntnisse in Programmierung und Algorithmen
- Interesse an pädagogischer Vermittlung informatischer Konzepte
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Mainz auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Informatik” an der Universität Mainz suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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