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Hebammenwissenschaft (Midwifery Science) an der Universität Mainz

Mainz am Rhein Bachelor (Bachelor/Bakkalaureus)

Der Ein-Fach-Bachelor Hebammenwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist ein dualer, an der Universitätsmedizin Mainz koordinierter Studiengang, der sieben Semester umfasst und mit dem Bachelor of Science sowie der staatlichen Berufszulassung als Hebamme abschließt. Die JGU als forschungsstarke Volluniversität mit eigenem Universitätsklinikum bietet einen direkten Anschluss an klinische Forschung und an die Lehre der Hochschulambulanz für Geburtshilfe. Kooperierende Praxispartner sind die Universitätsmedizin Mainz selbst sowie das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Koblenz; weitere Hebammenpraxen und Geburtshäuser ergänzen die ambulante Ausbildung. Studienbeginn ist jeweils das Wintersemester.

Das Curriculum gliedert sich in rund 4.600 Stunden Theorie und Selbststudium und 2.200 Stunden klinische sowie außerklinische Praxis. Studienanfängerinnen und -anfänger belegen Module zu Anatomie und Physiologie der Reproduktion, Hebammenwissenschaftliche Grundlagen und Geschichte des Hebammenberufs, Schwangerenvorsorge, Physiologie und Pathologie der Geburt, Wochenbett und Stillberatung, Neonatologie, Gynäkologie und Pharmakologie. Hinzu kommen Module zu Salutogenese und Public Health, evidenzbasierter Hebammenarbeit, Diagnostik und Notfallmanagement, interprofessioneller Kommunikation, Hebammenrecht und Ethik, Versorgungs- und Hebammenforschung sowie quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden. Skills-Labs der Universitätsmedizin Mainz und ein Simulationskreißsaal mit Hightech-Geburtssimulator ermöglichen kontrolliertes Üben von Geburtsvorgängen, Notfallmanagement und Reanimation des Neugeborenen. Die klinische Praxis findet im rotierenden System in Kreißsaal, Wochenstation, Schwangerenambulanz, Gynäkologie, Wochenbett-/Stillzimmer sowie außerklinisch bei freiberuflichen Hebammen statt; eine begleitende Praxisanleiterin koordiniert die Theorie-Praxis-Verzahnung. Im siebten Semester wird die Bachelorarbeit verfasst, häufig zu versorgungsforschungsorientierten Fragestellungen aus dem laufenden Praxisalltag.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten unmittelbar nach Studienabschluss als angestellte Hebammen in Kliniken, in der Wochenbettbetreuung, in Schwangerenambulanzen und in der außerklinischen Versorgung. Mit Berufserfahrung folgt der Schritt in die Freiberuflichkeit – Hebammenpraxen mit Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung, Rückbildung sowie Beleg- und Hausgeburten. Weitere Tätigkeitsfelder sind Familienbildung, Frühe Hilfen, Versorgungsforschung an der Universitätsmedizin sowie Lehrtätigkeit in der Hebammenausbildung. Konsekutive Masterstudiengänge in Hebammenwissenschaft, Public Health oder Versorgungsforschung sind direkt anschlussfähig. Voraussetzungen sind die Hochschulzugangsberechtigung, ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einer kooperierenden Einrichtung, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ein ärztliches Zeugnis. Erwartet werden Interesse an biomedizinischen Fragestellungen, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Bereitschaft zu Schichtdienst.

Module im Studium

  • Physiologie der Schwangerschaft
  • Geburtshilfe und Geburtsbegleitung
  • Physiologie des Wochenbetts
  • Neugeborenenversorgung und Säuglingspflege
  • Pathologische Schwangerschaft und Geburtskomplikationen
  • Frauengesundheit und Gynäkologie
  • Evidenzbasierte Hebammenwissenschaft
  • Wissenschaftliche Methoden und Statistik
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen
  • Berufsrecht und Ethik in der Hebammenkunde
  • Praktische Ausbildung in Kooperationseinrichtungen

Was du lernst

  • Physiologische Geburten selbstständig begleiten und leiten
  • Pathologische Verläufe erkennen und korrekt intervenieren
  • Evidenzbasierte Entscheidungen in der Geburtshilfe treffen
  • Frauen und Familien in der Perinatalphase beraten und unterstützen
  • Wissenschaftliche Studien lesen, bewerten und anwenden
  • Interprofessionell mit Ärzt:innen und Pflegepersonal zusammenarbeiten

Typische Berufsfelder

  • Klinische Hebamme im Krankenhaus oder Geburtshaus
  • Freiberufliche Hebamme in eigener Praxis
  • Hebamme in Beleg-/Außerklinischer Geburtshilfe
  • Lehrende an Hebammenschulen oder Hochschulen
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hebammenforschung
  • Tätigkeit in internationalen Gesundheitsprojekten

Branchen

Krankenhäuser und KlinikenAußerklinische GeburtshilfeGesundheitsforschung und HochschulenÖffentlicher Gesundheitsdienst

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder gleichwertig)
  • Ausbildungsvertrag mit Kooperationsinstitution (Uni-Medizin Mainz oder GKM Koblenz)
  • Erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (max. 3 Monate alt)
  • Ärztliches Formular gemäß Hebammengesetz
Offizielle Studienseite
gesundheitklinischdualpflege
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Hebammenwissenschaft Bachelor of Science (Ein-Fach-Bachelor) Vollzeit

Studieninhalte & Dokumente

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Mainz auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Hebammenwissenschaft” an der Universität Mainz suchen →

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