Wirtschaftsinformatik
Der Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Osnabrück verbindet betriebswirtschaftliche und informatische Inhalte in einem klar anwendungsorientierten Profil. Über sechs Semester führt er zum Abschluss B.Sc. und bereitet auf Gestaltungs- und Beratungsrollen an der Schnittstelle von IT und Geschäft vor – insbesondere in Logistik, Industrie, Handel und Dienstleistung, die für Niedersachsen prägend sind. Die Hochschule Osnabrück ist eine staatliche Hochschule für angewandte Wissenschaften mit etwa 13.000 Studierenden an den Standorten Osnabrück und Lingen (Ems).
In den ersten beiden Semestern stehen Grundlagen im Mittelpunkt: Einführung in die Wirtschaftsinformatik, Programmierung, Datenbanken, Mathematik, Statistik, allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Marketing und Organisation. Ab dem dritten Semester folgen vertiefende Module wie Software Engineering, IT-Architekturen, Geschäftsprozessmanagement, ERP-Systeme, Controlling und Wirtschaftsrecht. Studierende wählen Wahlpflichtmodule aus den Bereichen IT-Logistik, Controlling oder Quantitative Methoden. Im vorletzten Semester ist eine begleitete Praxisphase üblich; das sechste Semester ist einem wissenschaftlichen IT-Projekt und der Bachelor-Thesis vorbehalten.
Eine Besonderheit ist die Wahl zwischen drei Studienvarianten: Standard, Praxisintegriert (PLUS) oder International. In der PLUS-Variante absolvieren Studierende einen Teil des Studiums in einem geprüften Unternehmen und sammeln zusätzliche Berufspraxis, was Übernahmechancen erhöht. Die International-Variante erlaubt ein Auslandssemester und englischsprachige Module, etwa in Cooperation Management oder International Business. Charakteristisch sind enge Verbindungen zu regionalen IT- und Industriepartnern wie Hellmann Worldwide Logistics, Amazonen-Werke, Rosen Group oder KME, die Praktika, Projektarbeiten und Bachelor-Themen aktiv mit gestalten.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise in IT-Beratung, ERP-Einführungsprojekten, Business-Analyse, Anforderungsmanagement, Data und Analytics, Prozessmanagement oder Softwareentwicklung. Arbeitgeber finden sich bei mittelständischen Industrieunternehmen, Logistikern, Beratungshäusern, Banken und im öffentlichen Sektor. Voraussetzung ist die allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife oder ein qualifizierter Berufsabschluss. Ein verbindlicher Numerus clausus besteht nicht jedes Jahr; gute Mathematikkenntnisse, Affinität zu Software und Interesse an wirtschaftlichen Prozessen sind zentrale Erfolgsfaktoren.
Die Hochschule Osnabrück bietet ein gut ausgebautes Career-Service, regelmäßige Firmenkontaktmessen sowie ein hochschuleigenes ICAS (Institute for Computer Sciences and Applied Sciences) mit Forschungsprojekten zu Predictive Maintenance, Process Mining und Smart Logistics, in die Studierende über studentische Hilfskraftstellen einsteigen können. Wer parallel zum Studium praktisch arbeiten möchte, profitiert vom dichten Netz mittelständischer IT-Häuser zwischen Osnabrück, Münster und Bremen, das Werkstudententätigkeiten und Bachelorarbeiten gut bezahlt anbietet. Für die Vertiefungsphase steht den Studierenden ein flexibles Wahlpflichtsystem zur Verfügung, mit dem sie BWL-, Informatik- und Wirtschaftsinformatik-Schwerpunkte mischen und so ein passgenaues Profil bauen können – ein Vorteil gegenüber stärker reglementierten Wirtschaftsinformatik-Programmen anderer Hochschulen, in denen die Schwerpunktwahl auf wenige fest geschnürte Pakete beschränkt ist.
Module im Studium
- Einführung in die Wirtschaftsinformatik
- Programmierung
- Datenbanken
- Mathematik für Wirtschaftsinformatik
- Statistik
- Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
- Rechnungswesen
- Marketing und Organisation
- Software Engineering
- IT-Architekturen
- Geschäftsprozessmanagement
- ERP-Systeme
- Controlling und Wirtschaftsrecht
- IT-Projekt und Bachelor-Thesis
Schwerpunkte & Vertiefungen
- IT-Logistik
- Controlling
- Quantitative Methoden
- International (englischsprachig)
- Praxisintegriert PLUS
Was du lernst
- Geschäftsprozesse modellieren und digitalisieren
- Datenbanken und Anwendungen entwickeln
- ERP-Systeme einführen und anpassen
- Anforderungen analysieren und dokumentieren
- Daten auswerten und visualisieren
- IT-Projekte planen und steuern
- Schnittstelle zwischen IT und Fachbereich moderieren
- Wirtschaftliche Wirkung von IT bewerten
Typische Berufsfelder
- IT-Consulting
- ERP-Einführungsprojekte
- Business Analyst
- Anforderungsmanagement
- Prozessmanagement
- Softwareentwicklung
- Data und Analytics
- Produktmanagement
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine oder Fachhochschulreife
- Solide Mathematikkenntnisse
- Interesse an Software und Wirtschaft
- Logisches Denken
- Englischkenntnisse
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Wirtschaftsinformatik Bachelor Vollzeit
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