Elektrotechnik und Elektronik
Der Bachelorstudiengang Elektrotechnik und Elektronik an der Hochschule Nordhausen ist ein siebensemestriges Programm mit 210 ECTS-Punkten und schließt mit dem Bachelor of Engineering ab. Die Hochschule ist eine vergleichsweise junge, kleine staatliche Fachhochschule im Norden Thüringens, mit dichter Vernetzung zu Industriepartnern aus Nordhessen, Südniedersachsen und Thüringen, insbesondere in der Energietechnik, der Antriebstechnik sowie der elektronischen Geräteentwicklung. Der Studiengang ist zulassungsfrei und gebührenfrei. Die kleine Studierendenzahl pro Jahrgang sorgt für persönliche Betreuung und engen Kontakt zu den Lehrenden, die häufig aus der Industrie stammen.
Im ersten Studienabschnitt (Semester 1 und 2) werden die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen gelegt: „Ingenieurmathematik 1 und 2“, „Physik“, „Technische Mechanik“, „Werkstoffkunde“, „Grundlagen der Elektrotechnik“ und „Programmierung“. Der zweite Studienabschnitt (Semester 3 bis 6) umfasst „Schaltungstechnik“, „Elektrische Messtechnik“, „Sensorik und Aktorik“, „Regelungstechnik“, „Elektrische Maschinen und Antriebe“, „Leistungselektronik“, „Nachrichten- und Kommunikationstechnik“, „Hochspannungs- und Netztechnik“, „Regenerative Energietechnik“ und „Mikroprozessortechnik“. Hinzu kommen Labor- und Projektpraktika sowie Projektmanagement und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Im siebten Semester absolvieren Studierende ein begleitetes Industriepraktikum und verfassen die Bachelorarbeit, häufig im Unternehmen. Wahlbereiche erlauben Vertiefungen unter anderem in Nachrichtentechnik, Energietechnik, Antriebstechnik, Elektronik, Automatisierungstechnik, elektronischer Gerätetechnik, Gebäudetechnik und theoretischer Elektrotechnik. Laborübungen finden in Hochspannungs-, Antriebs- und Mess-/Regelungs-Laboren statt und sind essentieller Bestandteil der Modulnoten.
Nordhausen profitiert von der Nähe zu regionalen Schwerindustriebetrieben, zur Solar- und Windkraftbranche im Harzvorland sowie zu Mittelständlern in der Antriebs- und Schaltungstechnik. Forschungsschwerpunkte der Hochschule liegen in Erneuerbaren Energien, Energiespeicherung und industrieller Elektronik. Absolventinnen und Absolventen arbeiten typischerweise als Entwicklungsingenieure für Leistungselektronik und Antriebe, in der Energieversorgung, in der Automatisierungstechnik, in der Mess- und Regelungstechnik, im technischen Service und Vertrieb sowie in der Gebäude- und Anlagentechnik. Branchen reichen von Maschinen- und Anlagenbau über Energieversorger bis zu Halbleiter- und Industrieelektronik. Studierende profitieren zudem von Hochschulgruppen wie der „Studentischen Solarinitiative“ und einem campusnahen Wohnheim mit günstigem Mietpreis. Ein eigenes Forschungszentrum für regenerative Energien und Energiespeicher bindet Studierende über Hilfskraftstellen und Bachelorarbeiten in laufende Drittmittelprojekte ein.
Voraussetzung sind die Allgemeine oder Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifikation. Ein technisches Vorpraktikum von acht Wochen wird empfohlen, kann aber auch parallel nachgeholt werden. Empfehlenswert sind solide Mathematik- und Physikkenntnisse sowie Interesse an experimenteller Arbeit im Labor. Der B.Eng. ist staatlich und akkreditiert nach ASIIN. Der konsekutive Master „Regenerative Energietechnik“ oder vergleichbare Programme an Partnerhochschulen ermöglichen die fachliche Vertiefung. Studierende profitieren zudem vom Karrierezentrum der Hochschule, das Kontakte zu Industriepartnern, Werkstudentenstellen und Trainee-Programmen vermittelt.
Module im Studium
- Ingenieurmathematik 1
- Ingenieurmathematik 2
- Physik
- Technische Mechanik
- Werkstoffkunde
- Grundlagen der Elektrotechnik
- Programmierung
- Schaltungstechnik
- Elektrische Messtechnik
- Sensorik und Aktorik
- Regelungstechnik
- Elektrische Maschinen und Antriebe
- Leistungselektronik
- Nachrichten- und Kommunikationstechnik
- Hochspannungs- und Netztechnik
- Regenerative Energietechnik
- Mikroprozessortechnik
- Projektmanagement
- Praxisphase im Unternehmen
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Energietechnik und regenerative Energien
- Antriebstechnik
- Nachrichten- und Kommunikationstechnik
- Automatisierungstechnik
- Elektronische Gerätetechnik
Was du lernst
- Elektrische Schaltungen entwerfen und prüfen
- Elektrische Antriebe und Maschinen dimensionieren
- Energietechnische Systeme planen
- Mess- und Regelungssysteme realisieren
- Mikroprozessoren programmieren
- Forschungsprojekte praktisch umsetzen
Typische Berufsfelder
- Entwicklungsingenieurin Leistungselektronik
- Energieversorgung und Netzbetrieb
- Automatisierungstechnik
- Antriebstechnik
- Technischer Vertrieb und Service
- Gebäude- und Anlagentechnik
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine oder Fachhochschulreife
- Solide Mathematik- und Physikkenntnisse
- Technisches Interesse
- Empfohlenes Vorpraktikum (8 Wochen)
- Englischkenntnisse für Fachliteratur
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Elektrotechnik und Elektronik Bachelor Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule Nordhausen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Elektrotechnik/Elektronik” an der Hochschule Nordhausen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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