Prozesstechnik an der Hochschule Kaiserslautern
Der weiterbildende Masterstudiengang M.Eng. Prozesstechnik an der Hochschule Kaiserslautern richtet sich an Ingenieurinnen und Ingenieure, die bereits berufstätig sind und ihre Expertise in der Verfahrens- und Prozesstechnik auf akademisches Masterniveau heben möchten. Das Studium ist auf vier Semester (60 ECTS) ausgelegt und wird berufsbegleitend durchgeführt — Präsenzveranstaltungen finden gebündelt an Freitagen und Samstagen statt, ergänzt durch Online-Einheiten im Flipped-Classroom-Format.
Die Pflichtmodule decken den gesamten Lifecycle verfahrenstechnischer Anlagen ab: CFD II (OpenFoam) für numerische Strömungssimulation, Thermische Trenntechnik, Instandhaltungsmanagement, Prozessentwicklung, Stochastik und Anlagensicherheit bilden den Kern. Wahlpflichtmodule ermöglichen individuelle Schwerpunktsetzung in Industriechemie, Bioprozesstechnik, Prozessoptimierung mit Data Analytics, Elektrolysetechnik oder Industrie 4.0. Ergänzend sind nicht-technische Module zu Controlling, Projektführung und Unternehmenskommunikation integriert. Das vierte Semester ist vollständig der Masterarbeit gewidmet, die typischerweise in das berufliche Umfeld eingebettet wird.
Besonderes Merkmal ist die enge Verzahnung von akademischer Theorie und Industriepraxis: Studierende bringen reale Problemstellungen aus ihren Unternehmen mit, die im Studium systematisch bearbeitet werden. Die Hochschule verfügt über moderne Laborinfrastruktur auf 10.000 m² Fläche. Der Studiengang ist von ASIIN akkreditiert.
Voraussetzung ist ein erster Hochschulabschluss in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Maschinenbau oder einem verwandten Fach mit mindestens 210 ECTS-Punkten sowie mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung nach dem Erstabschluss. Bei 180 ECTS-Punkten ist eine Eignungsprüfung möglich. Kenntnisse in CFD und thermischer Verfahrenstechnik müssen nachgewiesen werden. Das Studium ist kostenpflichtig.
Module im Studium
- CFD II (OpenFoam)
- Thermische Trenntechnik
- Instandhaltungsmanagement
- Prozessentwicklung
- Stochastik
- Anlagensicherheit
- Industriechemie (Wahlpflicht)
- Bioprozesstechnik (Wahlpflicht)
- Prozessoptimierung mit Data Analytics (Wahlpflicht)
- Elektrolysetechnik (Wahlpflicht)
- Industrie 4.0 (Wahlpflicht)
- Projektführung und Unternehmenskommunikation
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Industriechemie und Bioprozesstechnik
- Digitale Prozessoptimierung und Industrie 4.0
- Energietechnik und Elektrolyse
Was du lernst
- Verfahrenstechnische Anlagen numerisch simulieren und optimieren
- Thermische Trennprozesse auslegen und bewerten
- Anlagensicherheit systematisch analysieren und managen
- Datenanalytische Methoden in Prozessketten anwenden
- Instandhaltungsstrategien für Industrieanlagen entwickeln
- Wissenschaftliche Methoden auf industrielle Fragestellungen übertragen
Typische Berufsfelder
- Prozess- und Anlagenplanung
- Forschung und Entwicklung in der Chemie- und Pharmaindustrie
- Technisches Projektmanagement
- Anlagensicherheit und Risikomanagement
- Energietechnik und Wasserstoffproduktion
- Qualitätssicherung in verfahrenstechnischen Betrieben
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Erster Hochschulabschluss in Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen oder Maschinenbau (min. 210 ECTS)
- Mindestens ein Jahr einschlägige Berufspraxis nach dem Erstabschluss
- Nachweisliche Kenntnisse in CFD und thermischer Verfahrenstechnik
- Berufstätige Tätigkeit in einem verfahrenstechnischen Umfeld empfohlen
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Prozesstechnik Master of Engineering Vollzeit
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule Kaiserslautern auf ihrer Website.
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