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Der Bachelorstudiengang Maschinenbau (B.Eng., 180 ECTS) an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig läuft über sechs Semester und kombiniert eine fundierte ingenieurwissenschaftliche Grundausbildung mit anwendungsnahen Vertiefungen in Konstruktion, Fertigung und Mechatronik. Die HTWK ist die größte sächsische Hochschule für angewandte Wissenschaften und steht für eine enge Verzahnung mit der mittelständischen Industrie Mitteldeutschlands — vom Automobilcluster Leipzig–Dresden über den Werkzeugmaschinenbau bis zur Zuliefererindustrie für die Windkraft. Charakteristisch sind kleine Lerngruppen, eine ausgeprägte Laborinfrastruktur in Bereichen wie Fertigungsmesstechnik, Werkstoffprüfung, Leichtbau und Antriebstechnik sowie ein verpflichtendes 14-wöchiges Praxismodul im sechsten Semester, das in der Regel beim späteren Bachelorthema-Partner absolviert wird. Der Studiengang ist NC-frei und startet in der Regel zum Wintersemester.

Die ersten drei Semester legen mit Höherer Mathematik, Physik, Technischer Mechanik (Statik, Festigkeitslehre, Kinetik), Werkstoffkunde, Elektrotechnik, CAD, Fertigungstechnik, Messtechnik und Maschinenelementen das fachliche Fundament. Ab dem vierten Semester folgen Vertiefungsmodule zu Steuerungs- und Regelungstechnik, Methodischer Konstruktion, Finite-Elemente-Methoden, Leichtbau und mechatronischen Systemen, ergänzt durch betriebswirtschaftliche Grundlagen. Im Wahlpflichtbereich lassen sich Schwerpunkte etwa in Umformtechnik nach DIN 8580, Werkzeugmaschinen, Werkstoffprüfung, Produktionsplanung oder fortgeschrittener Konstruktion setzen. Das sechste Semester verbindet ein industriebegleitetes Praxisprojekt mit der Bachelorarbeit, häufig in regionalen Unternehmen aus Fahrzeug-, Anlagen- und Maschinenbau wie BMW, Porsche, KUKA, Siemens oder zahlreichen Mittelständlern aus dem sächsischen Raum.

Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Konstrukteurinnen, Berechnungsingenieure, Produktentwicklerinnen, in der Fertigungs- und Produktionsplanung, in der Qualitätssicherung oder im Vertriebsengineering. Typische Branchen sind Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferer, Energietechnik, Medizintechnik und der allgemeine Industriebau. Wer wissenschaftlich vertiefen möchte, kann an der HTWK in den Master Maschinenbau, Energie- und Gebäudetechnik oder General Management wechseln; durch das ausgebaute Verbundsystem mit der TU Dresden ist auch ein Wechsel an die Universität möglich.

Voraussetzung ist die allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife; ein zentraler NC besteht nicht. Erwartet werden solide schulmathematische Kenntnisse — die Hochschule bietet kostenlose Vorkurse in Mathematik und Physik an — sowie ein technisch-experimentelles Interesse, räumliches Vorstellungsvermögen und Bereitschaft zu Labor- und Konstruktionsarbeit. Gute Englischkenntnisse erleichtern den Umgang mit Normen, Datenblättern und internationaler Fachliteratur, sind jedoch keine formale Bedingung für den Zugang. Wer berufstätig oder familiär eingebunden ist, kann den Studiengang in Teilen auch in Teilzeit organisieren; die HTWK ist hier organisatorisch flexibel und berät individuell. Die Stadt Leipzig bietet mit ihrem dichten Studierendenangebot, vergleichsweise moderaten Mieten und einer starken Maschinenbau-Industrie im Umland zudem ein attraktives Lebens- und Berufsumfeld, das gerade Studierenden aus Sachsen und den angrenzenden Bundesländern entgegenkommt.

Module im Studium

  • Höhere Mathematik I-II
  • Physik I-II
  • Technische Mechanik (Statik, Festigkeit, Kinetik)
  • Werkstoffkunde
  • Elektrotechnik
  • CAD und Methodische Konstruktion
  • Fertigungstechnik
  • Messtechnik
  • Maschinenelemente
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Finite-Elemente-Methoden
  • Mechatronische Systeme
  • Praxisprojekt und Bachelorarbeit

Schwerpunkte & Vertiefungen

  • Umform- und Fertigungstechnik
  • Konstruktion und Leichtbau
  • Mechatronik und Automatisierung
  • Werkzeugmaschinen und Produktionsplanung

Was du lernst

  • Mechanische Komponenten methodisch konstruieren
  • Bauteile festigkeits- und FEM-gerecht berechnen
  • Fertigungsverfahren auswählen und bewerten
  • Steuerungs- und Regelungsaufgaben lösen
  • CAD- und Simulationswerkzeuge sicher nutzen
  • Projekte mit Industriepartnern abwickeln

Typische Berufsfelder

  • Konstruktion und Produktentwicklung
  • Berechnung und Simulation
  • Fertigungs- und Produktionsplanung
  • Qualitätssicherung
  • Vertriebsengineering
  • Forschung und Entwicklung

Branchen

Maschinen- und AnlagenbauAutomobil und ZuliefererEnergietechnikMedizintechnikWerkzeug- und Werkstoffindustrie

Empfohlene Vorkenntnisse

  • Hochschul- oder Fachhochschulreife
  • Solide Mathematikkenntnisse (Vorkurs empfohlen)
  • Technisch-experimentelles Interesse
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Englisch für Normen und Fachliteratur
Offizielles Modulhandbuch Offizielle Studienseite
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
  • Maschinenbau Bachelor of Engineering Vollzeit

Modulhandbuch & Studienordnung

Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig auf ihrer Website.

Modulhandbuch zu „Maschinenbau/-wesen” an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig suchen →

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