Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel Künstlerische Reifeprüfung an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen
NC-Hinweis: Zulassung über Eignungsprüfung; abgeschlossenes Kirchenmusikstudium und improvisatorische Grundkenntnisse erforderlich.
Die Künstlerische Reifeprüfung in Orgelimprovisation und Liturgischem Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen ist ein postgraduales Aufbaustudium für Organistinnen und Organisten, die ihre improvisatorischen und gottesdienstlichen Fähigkeiten auf höchstem künstlerischem Niveau ausbauen wollen. Die Hochschule in Witten ist die einzige evangelische Kirchenmusikhochschule Nordwestdeutschlands und bildet rund 15 Prozent aller evangelischen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Deutschlands aus.
Das Programm richtet sich an Absolventinnen und Absolventen eines kirchenmusikalischen Bachelor- oder Masterstudiums, die sich gezielt in der Orgelimprovisation sowie in der gottesdienstlichen Orgelpraxis spezialisieren. Kern des Studiums ist der Einzelunterricht bei Prof. Christiane Michel-Ostertun, einer ausgewiesenen Expertin für Orgelimprovisation mit umfangreicher Lehr- und Publikationstätigkeit. Inhalte umfassen stilgebundene Improvisation von der Barockzeit bis zur zeitgenössischen Musik, liturgische Begleitung von Chorälen und Gesängen, gottesdienstpraktische Formen (Intonationen, Praeambeln, Postludien), harmonische Satztechniken für die Improvisation sowie die Begleitung von Gottesdiensten in der evangelisch-kirchenmusikalischen Praxis.
Das Studium wird in Teilzeit angeboten. Der Abschluss – die Künstlerische Reifeprüfung – hat in Deutschland besondere Bedeutung als Qualifikation für hauptamtliche kirchenmusikalische Stellen der A-Ebene. Die sehr kleine Hochschule mit rund 40 Studierenden bietet intensive Einzelbetreuung und ein lebendiges Gemeindeleben mit regelmäßigen Gottesdienstgestaltungen unter studentischer Leitung.
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für hauptamtliche A-Kirchenmusikerinnen- und -Kirchenmusikerstellen in evangelischen Landeskirchen sowie für freischaffende Tätigkeit im Konzert- und Gottesdienstraum.
Module im Studium
- Hauptfachunterricht Orgelimprovisation (Einzelunterricht)
- Stilgebundene Improvisation Barock bis Gegenwart
- Liturgische Choralbegleitung und Intonation
- Gottesdienstpraktische Formen (Praeambel, Postludium)
- Harmonielehre und Satztechnik für Improvisation
- Gottesdienstgestaltung und Liturgik
- Lied- und Choralkunde
- Begleitpraxis in Gemeindegottesdiensten
Was du lernst
- Stilgebundene Orgelimprovisationen in verschiedenen historischen Stilen ausführen
- Gottesdienste harmonisch und improvisatorisch eigenständig begleiten
- Intonationen, Praeambeln und Postludien professionell gestalten
- Evangelische Choräle in unterschiedlichen Bearbeitungsstilen harmonisieren
- Kirchenmusikalische Veranstaltungen selbstständig vorbereiten und leiten
Typische Berufsfelder
- Hauptamtliche Kirchenmusikerin / Kirchenmusiker (A-Stelle)
- Kantorin / Kantor in evangelischen Kirchengemeinden
- Freischaffende Konzertorganistin / Konzertorganist
- Dozentin / Dozent für Orgelimprovisation an Kirchenmusikschulen
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Abgeschlossenes Studium der Kirchenmusik (Bachelor oder Master) oder gleichwertige Qualifikation
- Fundierte Orgelkenntnisse und nachgewiesene improvisatorische Grundfähigkeiten
- Bestandene Eignungsprüfung
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel Künstlerische Reifeprüfung” an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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