Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen
NC-Hinweis: Zulassung setzt abgeschlossene Künstlerische Reifeprüfung voraus; Aufnahme über Eignungsnachweis in Orgelimprovisation und liturgischem Orgelspiel.
Das Konzertexamen Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Witten ist das höchste Qualifikationsniveau im Bereich Orgelimprovisation und bereitet auf außergewöhnliche künstlerische Leistungen in der kirchenmusikalischen und konzertanten Praxis vor. Die Hochschule ist die einzige evangelische Kirchenmusikhochschule Nordwestdeutschlands und bildet rund 15 % aller evangelischen Kirchenmusik-Studierenden Deutschlands aus.
Das Konzertexamen setzt den erfolgreichen Abschluss der Künstlerischen Reifeprüfung voraus und verlangt außergewöhnliche Leistungen im Fach Orgelimprovisation und liturgischem Orgelspiel. In der Abschlussprüfung präsentieren Kandidatinnen und Kandidaten ein anspruchsvolles Solokonzert von rund 60 Minuten Länge. Besondere Prüfungsanforderung: Eine Woche vor dem Examen erhalten sie schwierige Improvisationsaufgaben — etwa die Improvisation einer Fuge oder einer französisch-romantischen Symphonie —, die sie zur Prüfung frei ausführen müssen.
Das Studium richtet sich an herausragende Organistinnen und Organisten, die sowohl in der freien Improvisation als auch in der liturgischen Orgelpraxis Meisterschaft anstreben. Mit knapp 40 Studierenden bietet die Hochschule intensive Einzelbetreuung. Seit 2025/26 sind alle Studiengänge am Standort Witten konzentriert; die klassische Kirchenmusik-Abteilung zog 2025 von Herford nach Witten um.
Dieses Konzertexamen ist eine der wenigen Spezialisierungen in Deutschland, die Orgelimprovisation als eigenständige künstlerische Disziplin auf höchstem Niveau ausbildet und qualifiziert für Konzerttätigkeit sowie hauptamtliche Kirchenmusikstellen.
Module im Studium
- Orgelimprovisation (Einzelunterricht, Hauptfach)
- Liturgisches Orgelspiel
- Orgelkonzertliteratur
- Kontrapunkt und Fugenlehre
- Harmonielehre und Generalbasspraxis
- Gottesdienstgestaltung und Liturgik
- Chorleitung und Stimmbildung
- Aufführungscoaching und Bühnenpraxis
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Orgelimprovisation
- Liturgisches Orgelspiel
Was du lernst
- Freie Orgelimprovisation in komplexen Formen (Fuge, Symphonie, Toccata)
- Liturgisches Orgelspiel in evangelischen Gottesdiensten gestalten
- Anspruchsvolles Solokonzertprogramm von 60 Minuten aufführen
- Stilistische Vielfalt von Barock bis Romantik beherrschen
- Improvisatorische Spontanleistung unter Prüfungsbedingungen
Typische Berufsfelder
- Hauptamtliche Kirchenmusikerin oder hauptamtlicher Kirchenmusiker (A-Stelle EKvW)
- Konzertorganistin oder Konzertorganist (Improvisation)
- Kantorin oder Kantor in evangelischen Gemeinden
- Lehrbeauftragte an Kirchenmusikhochschulen
- Dozentin oder Dozent für Orgelimprovisation
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Abschluss Künstlerische Reifeprüfung im Fach Orgel
- Nachweis außergewöhnlicher Leistungen in Orgelimprovisation
- Beherrschung kontrapunktischer und harmonischer Grundlagen auf hohem Niveau
- Bühnenerfahrung in kirchenmusikalischem Kontext
Studieninhalte & Dokumente
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Orgelimprovisation / Liturgisches Orgelspiel” an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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