Ressourcenmanagement Wasser
Der Bachelor Ressourcenmanagement Wasser an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ist ein siebensemestriger interdisziplinärer Studiengang mit 210 ECTS, der die Ressource Wasser aus natur-, ingenieur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Ziel ist eine fundierte Ausbildung für integriertes und nachhaltiges Wasserressourcenmanagement, das ökologische, technische und gesellschaftliche Aspekte verbindet. Die kleine, forstlich geprägte Hochschule am Neckar bietet ein familiäres Lernumfeld mit engem Kontakt zu Lehrenden und intensiver Geländearbeit im südwestdeutschen Raum. Klimawandel, zunehmende Trockenperioden und steigende Anforderungen an den Trinkwasserschutz prägen den Berufsalltag der Absolventinnen unmittelbar und machen die Ausbildung politisch wie technisch hochaktuell.
Das zweisemestrige Grundstudium vermittelt Grundlagen in Mathematik, Chemie, Physik, Geologie, Bodenkunde, Hydrologie und Ökologie sowie betriebswirtschaftliche und rechtliche Einführungen. Im viersemestrigen Hauptstudium folgen vertiefende Module wie Limnologie, Hydrogeologie, Wasserversorgung und Siedlungswasserwirtschaft, Ingenieurhydrologie, Gewässerkunde, Wasserbau, Technologie der Wassergewinnung und -aufbereitung sowie Geographische Informationssysteme. Ergänzt wird das Curriculum durch Module zur Humangeographie, Technikfolgenabschätzung, zum Wasserrecht und zur Umweltökonomie. Im fünften Semester absolvieren Studierende ein integriertes Praxissemester bei Wasserversorgern, Ingenieurbüros, Behörden oder Forschungseinrichtungen, das den Übergang in den Berufsalltag vorbereitet. Geländeübungen an Quellen, Flüssen und Talsperren sowie Laborarbeit zur Wasseranalytik und Probenahme sind feste Bestandteile mehrerer Module. Den Abschluss bildet eine wissenschaftliche Bachelorarbeit, häufig in Kooperation mit Praxispartnern aus Verwaltung oder Wirtschaft.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Sachverständige in Wasserwirtschaftsverwaltungen, bei kommunalen Wasserversorgern und Abwasserzweckverbänden, in Ingenieur- und Umweltplanungsbüros, bei Energieversorgern mit Wasserkraftanteil, in der Industrieabwasserwirtschaft sowie in Naturschutzbehörden und internationalen Entwicklungsorganisationen. Auch der Einstieg in Forschung und Lehre über einen anschließenden Master ist üblich; Rottenburg bietet hierfür den konsekutiven Masterstudiengang SENCE (Sustainable Energy Competence) sowie kooperative Promotionsmöglichkeiten an. Berufsfelder reichen vom Trinkwasserschutz über die Gewässerrenaturierung und Hochwasservorsorge bis zur Bewirtschaftung in der Klimaanpassung und internationalem Kapazitätsaufbau.
Voraussetzungen sind die Hochschulzugangsberechtigung sowie ein solides Interesse an Naturwissenschaften, insbesondere Chemie, Biologie und Physik. Erwartet werden ferner Bereitschaft zu Geländearbeit bei jedem Wetter, mathematisch-quantitatives Verständnis und Englischkenntnisse für die Lektüre internationaler Fachliteratur. Ein mehrwöchiges Vorpraktikum in einem wasserrelevanten Betrieb ist empfohlen, aber nicht zwingend. Der Studiengang ist NC-frei, die Bewerbung erfolgt direkt an der Hochschule, Studienbeginn ist jeweils zum Wintersemester. Wer technischen Sachverstand mit Umweltverantwortung verknüpfen und an einer zentralen Zukunftsfrage der nächsten Jahrzehnte arbeiten möchte, findet in Rottenburg einen praxisnahen, regional verwurzelten und international anschlussfähigen Studienweg. Auslandssemester sind über bestehende Erasmus- und HRK-Partnerschaften möglich, etwa zu Hochschulen in Skandinavien, Spanien, Lateinamerika und Südostasien, was die Berufsperspektive in der internationalen Wasserwirtschaft zusätzlich erweitert.
Module im Studium
- Mathematik und Statistik
- Chemie und Wasserchemie
- Bodenkunde und Geologie
- Limnologie und Gewässerökologie
- Hydrogeologie
- Ingenieurhydrologie
- Wasserversorgung und Siedlungswasserwirtschaft
- Wasserbau und Wasserkraft
- Geographische Informationssysteme
- Technikfolgenabschätzung und Humangeographie
- Wasserrecht und Umweltökonomie
- Praxissemester und Bachelorarbeit
Was du lernst
- Wasserkreisläufe quantitativ analysieren
- Hydrologische Modelle anwenden und auswerten
- Wasserversorgungssysteme planen und bewerten
- Gewässerökologische Zustände beurteilen
- GIS-Daten für Wasserwirtschaft nutzen
- Rechtliche Rahmenbedingungen einordnen
- Interdisziplinär in Projekten arbeiten
Typische Berufsfelder
- Wasserwirtschaftsverwaltung
- Kommunale Wasserversorgung
- Abwasserzweckverbände
- Ingenieur- und Umweltplanungsbüros
- Naturschutzbehörden
- Entwicklungszusammenarbeit
- Forschung und Lehre
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Hochschulzugangsberechtigung
- Solide Grundlagen in Chemie und Mathematik
- Interesse an Natur und Geländearbeit
- Empfohlenes Vorpraktikum
- Englischkenntnisse
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Ressourcenmanagement Wasser Bachelor Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg auf ihrer Website.
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