Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung
Der viersemestrige Masterstudiengang Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung (M.A.) an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen ist deutschlandweit einer der wenigen spezialisierten Master für kommunale, regionale und überregionale Wirtschaftsförderung. Angeboten am Standort Göttingen an der Fakultät Ressourcenmanagement richtet er sich an Bachelorabsolventinnen und -absolventen aus Geographie, Wirtschaftswissenschaften, Public Management, Politikwissenschaft, Raum- und Stadtplanung oder verwandten Fächern und qualifiziert für Tätigkeiten in Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kommunalverwaltungen, Regionalentwicklungsagenturen sowie EU-Förderprogrammen. Mit dem Profil als bundesweit anschlussfähiger Master für regionale Strukturpolitik füllt die HAWK eine wichtige Nische zwischen klassischer Volkswirtschaftslehre und Raumplanung.
Das Curriculum ist als praxisorientierter M.A. mit 120 ECTS aufgebaut und folgt einer klaren Modulstruktur. Im ersten Semester werden in RW 1 Grundlagen des Regionalmanagements und der Wirtschaftsförderung gelegt, in RW 2 die rechtlichen Rahmenbedingungen einschließlich Kommunalrecht, Beihilferecht und Vergaberecht behandelt, in RW 3 Kommunikation und Moderation trainiert, ergänzt um zwei Wahlpflichtmodule. Das zweite Semester bringt mit RW 6 eine eigenständige Projektarbeit, vertieft in RW 7 die Europäische Regionalpolitik einschließlich EFRE, ESF+, INTERREG und JTF, in RW 8 die operative Wirtschaftsförderung und ergänzt ein Wahlmodul. Das dritte Semester führt in RW 10 zur fortgeschrittenen Wirtschaftsförderung mit Bestandspflege, Ansiedlungsmanagement und Standortmarketing, in RW 11 zu Existenzgründung und Fördermittelmanagement sowie zu European Studies und einem weiteren Wahlmodul. Das vierte Semester enthält die mindestens achtwöchige Praxisphase (RW 14) in einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft, einer Regionalentwicklungsagentur, einem Planungsbüro, einem Tourismusverband oder einer Industrie- und Handelskammer, gefolgt von der Masterarbeit (RW 15).
Inhaltliche Schwerpunkte umfassen Regional- und Stadtmarketing, kommunale Wirtschaftsförderung, Tourismus- und Regionalentwicklung, EU-Regionalpolitik und Strukturfonds, Fördermittelberatung, Mediation und Konfliktmanagement sowie internationale Entwicklungskooperation. Methodisch werden Regionalanalyse mit GIS, Standortmarketing, Stakeholder-Workshops, Förderfähigkeitsprüfungen, Wirkungsmonitoring und Projektmanagement trainiert. Lehrformate verbinden klassische Seminare mit Fallstudien, Exkursionen in dynamische und strukturschwache Regionen sowie Praxisprojekten gemeinsam mit niedersächsischen Wirtschaftsförderern und Regionalverbänden. Lehrbeauftragte aus der Praxis – etwa Geschäftsführer kommunaler Wirtschaftsförderungsgesellschaften – ergänzen das Lehrangebot.
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in kommunalen und Landes-Wirtschaftsförderungsgesellschaften, in Regionalentwicklungsagenturen wie LEADER-Regionen, in Industrie- und Handelskammern, in Stabsstellen Strukturpolitik der Bundesländer, in EU-Programmverwaltung wie GD REGIO oder Verwaltungsbehörden, in Tourismusverbänden, in der Smart-City-Beratung sowie in privaten Beratungs- und Planungsbüros. Voraussetzung ist ein einschlägiger Bachelor mit mindestens 180 ECTS aus Wirtschafts-, Sozial-, Verwaltungs-, Geographie- oder Planungsstudiengängen; gute Englischkenntnisse, Interesse an Politik und Verwaltung sowie Kommunikationsstärke werden erwartet. Studierende mit erster Berufserfahrung in Kommunen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften oder Kammern profitieren besonders, da die Praxismodule und Fallstudien an realen regionalwirtschaftlichen Konstellationen ansetzen.
Module im Studium
- RW 1 Grundlagen Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung
- RW 2 Rechtliche Rahmenbedingungen
- RW 3 Kommunikation und Moderation
- RW 6 Projektarbeit
- RW 7 Europäische Regionalpolitik
- RW 8 Wirtschaftsförderung
- RW 10 Vertiefung Wirtschaftsförderung
- RW 11 Existenzgründung und Fördermittelmanagement
- RW 12 European Studies
- RW 14 Praxisphase
- RW 15 Masterarbeit
- Wahlpflichtmodule Regional- und Stadtmarketing, Tourismus, Mediation
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Kommunale Wirtschaftsförderung
- Regional- und Stadtmarketing
- EU-Regionalpolitik und Strukturfonds
- Tourismus- und Regionalentwicklung
Was du lernst
- Regionale Wirtschaftsstrukturen analysieren
- Wirtschaftsförderungsprojekte konzipieren und steuern
- EU- und Landesförderprogramme einsetzen
- Stakeholder moderieren und Konflikte lösen
- Existenzgründungsprozesse begleiten
- Politische Strategien für Regionen entwickeln
Typische Berufsfelder
- Kommunale Wirtschaftsförderung
- Regionalentwicklungsagenturen und LEADER
- Industrie- und Handelskammern
- Strukturpolitik der Bundesländer
- EU-Programmverwaltung
- Tourismusverbände
- Planungs- und Beratungsbüros
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Bachelorabschluss mit mindestens 180 ECTS
- Studiengang aus Wirtschaft, Sozial-, Verwaltungs- oder Planungswissenschaft
- Gute Englischkenntnisse
- Interesse an Politik und Verwaltung
- Kommunikationsstärke
Variante dieses Studiengangs 1 Eintrag
- Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung Master of Arts Vollzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Fachhochschule Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen auf ihrer Website.
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