Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (Ergänzungsfach)
Die Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (IWK) ist an der Friedrich-Schiller-Universität Jena als Bestandteil des Mehrfach-Bachelors angesiedelt: Studierende kombinieren ein Kernfach mit 120 LP mit einem Ergänzungsfach mit 60 LP, wobei IWK in der Ergänzungsvariante als Vertiefung mit klarem Berufsfeldbezug zu internationaler Kommunikation, Diversitäts- und Personalarbeit dient. Verantwortet wird der Studiengang vom Lehrstuhl für Interkulturelle Wirtschaftskommunikation der Philosophischen Fakultät und ist eng mit dem Profilbereich „Sprachen und Kulturen (SprachKult)“ verzahnt.
Inhaltlich verbindet das Fach kommunikationswissenschaftliche, kulturanthropologische, linguistische und wirtschaftliche Perspektiven. Die Pflichtmodule führen in Theorien interkultureller Kommunikation, in Methoden interkultureller Forschung und in kulturspezifisches Wissen ein. Im Modul Kulturspezifisches Wissen und Handeln belegen Studierende ein erstsprachiges (deutschsprachiges) und ein fremdsprachiges kulturhistorisches Akteursfeld; je nach Semester werden Schwerpunkte wie Skandinavien, Polen, Indien, Lateinamerika, Türkei, arabischsprachiger Raum oder Kanada angeboten. Ergänzt wird das Curriculum durch Übungen in kommunikativer Handlungsstrategie, durch Lehrveranstaltungen zur interkulturellen Trainings- und Beratungspraxis sowie durch Module zur Wirtschaftssprache.
Die Studierenden lernen, wirtschaftshistorische Entwicklungen in unterschiedlichen Sprach- und Kulturräumen zu beschreiben, kommunikative Konventionen zu erkennen und kulturelle Akteursfelder analytisch zu erschließen. Hinzu kommen Module zu Diversity Management, internationalem Personalwesen und interkultureller Trainingsdidaktik. Eine Bachelorarbeit wird im IWK-Ergänzungsfach in der Regel nicht geschrieben — diese erfolgt im Kernfach —, der Studiengang schließt aber mit einem benoteten Gesamtmodulnachweis ab.
Absolventinnen und Absolventen finden Einsatzfelder in interkultureller Personalentwicklung, in der Trainings- und Beratungsbranche, in Auswärtigem Amt und EU-Institutionen, in Internationalen Abteilungen von Unternehmen, in NGOs und in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Auch Aufgaben im internationalen Marketing, in der Diversity-Arbeit und in der Wissenschaftskommunikation sind typisch. Zugang zum Mehrfach-Bachelor erhalten Bewerber mit allgemeiner Hochschulreife; das Ergänzungsfach IWK selbst ist zulassungsfrei. Empfehlenswert sind solide Englischkenntnisse, eine zweite Fremdsprache (Französisch, Spanisch, Russisch oder Chinesisch) sowie Interesse an interkulturellen Kontexten und sprachreflektiertem Arbeiten. Das Fach kann sinnvoll mit Kernfächern wie Anglistik, Romanistik, Slawistik, Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Volkswirtschaftslehre oder Kommunikationswissenschaft kombiniert werden; die fakultätsübergreifende Studienstruktur ist bewusst auf solche Kombinationen ausgelegt. Forschungsstark sind insbesondere die Bereiche interkulturelle Trainingsforschung, Diskursanalyse internationaler Wirtschaftsmedien sowie Migration und Mehrsprachigkeit im beruflichen Kontext. Die Universität Jena bietet zudem regelmäßig Sommerschulen, Workshops mit internationalen Praxispartnern und Exkursionen in Partnerregionen an, die das Profil des Ergänzungsfachs praxisnah abrunden.
Module im Studium
- Theorien interkultureller Kommunikation
- Methoden interkultureller Forschung
- Kulturspezifisches Wissen und Handeln (Deutsch)
- Kulturspezifisches Wissen und Handeln (Fremdsprache)
- Wirtschaftsbezogene Kulturgeschichte
- Interkulturelle Trainings- und Beratungspraxis
- Wirtschaftssprache und Diskursanalyse
- Diversity Management und Personalarbeit
- Strategien kommunikativen Handelns
Schwerpunkte & Vertiefungen
- Skandinavien
- Polen und Mittelosteuropa
- Indien und Südasien
- Lateinamerika
- Arabischsprachiger Raum
- Kanada und Nordamerika
Was du lernst
- Kulturkontakte theoretisch einordnen
- Wirtschaftsdiskurse interkulturell vergleichen
- Trainings- und Beratungssettings konzipieren
- Sprachliche Konventionen analytisch erfassen
- Diversität in Organisationen reflektieren
- Internationale Teams kommunikativ begleiten
Typische Berufsfelder
- Interkulturelles Training und Beratung
- Personal- und Diversity-Management
- Internationale Kommunikation
- Auswärtiges Amt und EU-Institutionen
- Entwicklungszusammenarbeit
- Wissenschaftskommunikation
Branchen
Empfohlene Vorkenntnisse
- Allgemeine Hochschulreife
- Solide Englischkenntnisse
- Zweite Fremdsprache empfehlenswert
- Interesse an Kultur und Sprache
2 Varianten dieses Studiengangs 2 Einträge
- Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (Ergänzungsfach) Bachelor of Arts Teilzeit
- Kunstgeschichte und Filmwissenschaft (Ergänzungsfach) Bachelor of Arts Teilzeit
Modulhandbuch & Studienordnung
Detaillierte Modulbeschreibungen, Pflichtmodule und Studien- und Prüfungsordnung veröffentlicht die Universität Jena auf ihrer Website.
Modulhandbuch zu „Kommunikation und Medien” an der Universität Jena suchen →Erfahrungsberichte von Studierenden
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