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Sprachtechnologie / Digital Humanities (Language Technology / Digital Humanities)

· Allgemeine und vergleichende Literatur- und Sprachwissenschaft Geistes- und Kulturwissenschaften

Kategorie Sprach-, Literaturwissenschaften, Dolmetschen und Übersetzen

Hochschulen

9

Abschlüsse

Bachelor, Master

Hochschulen

Sprachtechnologie und Digital Humanities stehen für die methodische Erweiterung geisteswissenschaftlicher Forschung durch digitale und computationale Verfahren. Während Sprachtechnologie die maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprache in den Vordergrund stellt, verbinden Digital Humanities humanistische Fragestellungen mit Werkzeugen der Informatik, Statistik und Datenvisualisierung. Das Studium richtet sich an Studierende mit geisteswissenschaftlichem Hintergrund und Interesse an digitalen Methoden — oder umgekehrt an Informatikerinnen und Informatiker, die ihre Kompetenz auf kulturelle und historische Materialien anwenden wollen. Lehrveranstaltungen decken typischerweise ab: Grundlagen der Informatik und Programmierung (oft Python), Textauszeichnung und Korpora (XML, TEI), Information Retrieval, Natural Language Processing (Tokenisierung, POS-Tagging, Named Entity Recognition, Sentimentanalyse), Datenbanken und Datenbankabfragen, Visualisierung mit Tools wie Gephi oder Tableau sowie digitale Edition und Archivierung. Der sprachwissenschaftliche Strang umfasst Computerlinguistik-Grundlagen, Sprachtechnologie für Übersetzer (maschinelle Übersetzung, CAT-Systeme) und Onlinekommunikationsforschung. Der kulturwissenschaftliche Strang führt durch digitale Kulturerbe-Projekte, historische Netzwerkanalyse, Distant Reading großer Textkorpora und digitale Museumskonzepte. In Deutschland bieten unter anderem die Universitäten Göttingen, Leipzig, Würzburg, Stuttgart, Trier und Erlangen eigene Digital-Humanities-Studiengänge an. Die Fachgesellschaft DHd (Digital Humanities im deutschsprachigen Raum) koordiniert Forschung und Nachwuchs. Berufsfelder liegen an der Schnittstelle von Technologie und Kultur: Kultureinrichtungen (Museen, Archive, Bibliotheken) bauen zunehmend auf DH-Kompetenz für Digitalisierungsprojekte und interaktive Angebote auf. Softwareunternehmen, Verlage und Medienunternehmen suchen Fachleute mit linguistischer und technischer Doppelqualifikation. Akademische Forschungsprojekte in geisteswissenschaftlichen Disziplinen integrieren Digital-Humanities-Methoden fest in ihre Infrastruktur.

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