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Sicherheit und Gefahrenabwehr, Rettungsingenieurwesen (Safety and Hazard Prevention, Rescue Engineering)

Ingenieurwissenschaften

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Sicherheit und Gefahrenabwehr / Rettungsingenieurwesen ist ein ingenieurwissenschaftliches Studienfeld, das sich mit der systematischen Identifikation, Bewertung und Beherrschung von Gefahren für Menschen, Sachwerte und Umwelt befasst. Typische Themen sind Brandschutz, technische Gefahrenabwehr, Rettungsdienstplanung, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, Industriesicherheit, Anlagensicherheit, Arbeitsschutz sowie der Schutz kritischer Infrastrukturen. Das Fach verbindet klassische Ingenieurausbildung mit Elementen aus Medizin, Naturwissenschaften, Recht und Management. Im Bachelorstudium (meist 6–7 Semester, B.Eng. oder B.Sc., u.a. an der TH Köln, BTU Cottbus, Hochschule Magdeburg-Stendal und Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen) werden zunächst naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Grundlagen vermittelt: Ingenieurmathematik, Physik, Chemie, Technische Mechanik, Werkstoffkunde, Elektrotechnik, Thermodynamik und Strömungslehre. Darauf bauen fachspezifische Module wie Risiko- und Gefährdungsanalyse, Brandlehre, vorbeugender und abwehrender Brandschutz, Notfallmedizin, Humanbiologie, Epidemiologie, Bedarfsplanung im Rettungsdienst, Gefahrstoffe, Sicherheitstechnik sowie Recht, Betriebswirtschaft und Einsatz- und Krisenmanagement auf. Häufig wird im Hauptstudium zwischen den Studienrichtungen Rettungsingenieurwesen und Brandschutzingenieurwesen unterschieden; konsekutive Master (M.Sc./M.Eng.) vertiefen Bereiche wie Risiko- und Katastrophenmanagement, Anlagensicherheit oder Notfallversorgung. Absolvent:innen arbeiten in Berufsfeuerwehren (häufig als Voraussetzung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst), bei Rettungsdienstträgern und Hilfsorganisationen, in Brand- und Sicherheitsbehörden, bei Versicherungen, in Sachverständigen- und Ingenieurbüros, in industriellen Sicherheitsabteilungen (z.B. Chemie, Energie, Logistik, Großanlagenbau) sowie bei Behörden des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Vom Studium der Sicherheitstechnik im engeren Sinne unterscheidet sich das Rettungsingenieurwesen durch den stärkeren Bezug zur präklinischen Notfallversorgung und zur einsatztaktischen Gefahrenabwehr.

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