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Physikalische Technik/Mechanische Verfahrenstechnik (Engineering Physics/Mechanical Process Engineering)

Ingenieurwissenschaften · Maschinenbau/Verfahrenstechnik

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Physikalische Technik / Mechanische Verfahrenstechnik fasst zwei eng benachbarte ingenieurwissenschaftliche Profile zusammen, die in der Destatis-Systematik unter Maschinenbau/Verfahrenstechnik geführt werden. Physikalische Technik überträgt physikalische Effekte und Messprinzipien in technische Geräte und Verfahren — typische Anwendungsfelder sind Lasertechnik, Optik und Photonik, Vakuum- und Dünnschichttechnik, Sensorik, Medizin- und Strahlentechnik, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik. Die Mechanische Verfahrenstechnik wiederum beschäftigt sich mit der Verarbeitung disperser Stoffsysteme: Zerkleinern, Klassieren, Mischen, Agglomerieren, Trennen (Filtern, Sieben, Zentrifugieren), also den mechanischen Grundoperationen der Prozessindustrie. Das Studium beginnt mit einem soliden naturwissenschaftlich-mathematischen Fundament: Experimentalphysik, Theoretische Mechanik, Mathematik, Allgemeine und Physikalische Chemie, Informatik und Grundlagen der Elektrotechnik. Darauf bauen ingenieurwissenschaftliche Module auf — Werkstofftechnik, Konstruktion und CAD, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Thermodynamik, Strömungsmechanik, Partikeltechnik, Apparate- und Anlagenbau. In der physikalisch-technischen Vertiefung kommen Optik, Laser- und Lichttechnik, Halbleiterphysik, Strahlenschutz und Sensorik hinzu; in der verfahrenstechnischen Vertiefung Trenn- und Mischverfahren, Schüttgut- und Partikelmesstechnik sowie Anlagensicherheit. Laborpraktika und ein Praxissemester gehören in der Regel zum Curriculum. Abschlüsse sind Bachelor und Master of Engineering bzw. Science, vorwiegend an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (etwa HS Mittweida, HS Aalen, HAW Hamburg, TH Nürnberg). Berufsfelder liegen in der Mess- und Sensorgeräteindustrie, der Halbleiter- und Photonikbranche, der Medizintechnik, der chemischen und pharmazeutischen Industrie, im Anlagen- und Maschinenbau, in der Lebensmittel-, Baustoff- und Recyclingindustrie sowie in Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer, PTB oder Max-Planck-Instituten. Gegenüber einem klassischen Physikstudium ist das Profil stärker anwendungs- und konstruktionsorientiert; gegenüber dem reinen Maschinenbau dominieren physikalische Grundlagen und Prozessdenken.

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