Medizintechnik, Technisches Gesundheitswesen (Medical Technology and Technical Healthcare)
Ingenieurwissenschaften
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Medizintechnik (Technisches Gesundheitswesen) verbindet ingenieurwissenschaftliche Methoden mit medizinischen Fragestellungen und befasst sich mit Entwicklung, Prüfung, Zulassung und Anwendung medizinischer Geräte und Systeme. Im Unterschied zur Medizin steht die technische Umsetzung und Systementwicklung im Vordergrund; von der Elektrotechnik unterscheidet sie der explizite Patientenkontext, der Sicherheits- und regulatorische Anforderungen in den Mittelpunkt rückt. Teildisziplinen umfassen Bildgebende Verfahren (MRT, CT, Sonographie, PET), Biosignalverarbeitung, Biomechanik und Implantattechnik, Strahlentechnik und Dosimetrie, Tissue Engineering sowie Regulatory Affairs und Qualitätsmanagement nach MDR/ISO 13485. Telemedizin und digitale Gesundheitssysteme (Digital Health) gewinnen als Forschungsfelder an Gewicht. Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in St. Ingbert und das Helmholtz-Zentrum München forschen zu medizintechnischen Grundlagen. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) definiert technische Sicherheitsstandards für Medizinprodukte. Profilierte universitäre Einrichtungen bestehen an der RWTH Aachen (Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
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