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Landschaftsökologie (Landscape Ecology)

Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften · Landespflege, Umweltgestaltung

Hochschulen

4

Abschlüsse

Bachelor, Master

Hochschulen

Landschaftsökologie erforscht, wie biologische und physikalische Prozesse auf der Ebene ganzer Landschaften zusammenwirken. Im Mittelpunkt stehen räumliche Muster — etwa die Verteilung von Lebensräumen, Bodentypen und Gewässern — und die ökologischen Funktionen, die aus diesen Mustern entstehen: Nährstoffkreisläufe, Wasserhaushalt, Artenverteilung und Stoffflüsse. Das Fach verbindet Biologie und Geowissenschaften mit Planungsmethoden und nimmt dabei stets den Menschen als Teil des Landschaftssystems in den Blick. Die Tradition des Fachs geht auf Carl Troll zurück, der den Begriff 1939 prägte, und ist in Deutschland stärker raum- und planungsbezogen als die angloamerikanische Variante. Das Bachelorstudium hat einen ausgeprägt naturwissenschaftlichen Grundlagenteil: Im ersten Jahr stehen Botanik, Zoologie, Geologie, Bodenkunde, Chemie und Physik auf dem Programm, ergänzt durch Mathematik und Geostatistik. Ab dem dritten Semester rücken die landschaftsspezifischen Inhalte in den Vordergrund — Klimatologie, Vegetationsökologie, biogeochemische Kreisläufe, Geoinformatik (GIS) und Fernerkundung. Die Abschlussphase verbindet angewandte Landschaftsökologie mit räumlicher Umweltplanung und einem verpflichtenden Praktikum in Behörden, Planungsbüros oder Forschungseinrichtungen. Geländearbeit und mehrtägige Exkursionen sind fester Bestandteil des Studiums. Angeboten wird das Fach als eigenständiger Bachelor unter anderem an der Universität Münster und der Universität Greifswald. Masterstudiengänge mit Schwerpunkten wie Renaturierungsökologie, Tierökologie, Bodenökologie, Ökohydrologie und Umweltplanung schließen an. Absolventinnen und Absolventen sind in Naturschutzbehörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene tätig, in Planungsbüros für Umweltverträglichkeitsprüfungen und Landschaftsplanung, bei GIS- und Fernerkundungsdienstleistern sowie in der Forschung. Weitere Felder sind Biologische Stationen, Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltungen sowie Umweltverbände.

Tags

mintnachhaltigkeitinterdisziplinaer

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analytischforschungsorientiertpraktisch

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