Humanmedizin (ohne Zahnmedizin) (Human Medicine (excl. Dentistry))
Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
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Humanmedizin ist das grundständige, staatlich geregelte Studium, das zur Approbation als Ärztin oder Arzt führt. Die Regelstudienzeit beträgt 12 Semester plus drei Monate Praktisches Jahr (PJ). Das Studium gliedert sich in den vorklinischen Abschnitt (1.–4. Semester) mit naturwissenschaftlichen Grundlagen – Anatomie, Physiologie, Biochemie, Biologie, Chemie, Physik sowie medizinische Psychologie und Soziologie – und den klinischen Abschnitt (5.–12. Semester) mit den Hauptfächern Innere Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie, Neurologie, Psychiatrie, Pharmakologie und Pathologie. Geprüft wird in drei Staatsexamen: M1 (Physikum) nach der Vorklinik, M2 vor dem PJ und M3 (mündlich-praktisch) nach dem PJ. Das PJ umfasst drei 16-Wochen-Tertiale in Innerer Medizin, Chirurgie und einem Wahlfach; hinzu kommen vier Monate Famulatur. Voraussetzung ist in der Regel ein sehr guter Abiturschnitt (Numerus Clausus) oder ein gutes Ergebnis im Test für Medizinische Studiengänge (TMS); bundesweit bewarben sich zuletzt etwa 50 000 Abiturienten auf rund 9 660 Studienplätze. Modellstudiengänge (z. B. Berlin, Hannover, Witten/Herdecke) integrieren Klinik und Vorklinik früher und setzen auf problemorientiertes Lernen. Berufsfelder nach der Approbation und einer 5–6-jährigen Facharztweiterbildung: Krankenhaus und Universitätsklinik, Praxis und MVZ, öffentlicher Gesundheitsdienst, Bundeswehr, medizinische Forschung sowie Pharma- und Medizintechnikindustrie.
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